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Author: Harald Schmid
Die vorliegenden Essays hängen inhaltlich zusammen, können aber auch als Einzelstudien gelesen werden. Sie untersuchen zentrale Aspekte der modernen Welt, die anhand von Einzelstichworten thematisiert werden. Damit wird nicht zuletzt der Tatsache Rechnung getragen, dass es angesichts der Komplexität der heutigen Verhältnisse ausgeschlossen erscheint, Großthemen wie Wirklichkeit, Geschichte, Dasein, Komplexität, Realität usw. als Systemform zu behandeln. Es kann lediglich darum gehen, Systembedingungen aufzuzeigen, Strukturen zu erläutern und Inhalte sichtbar zu machen, die allesamt zentrale Probleme der modernen Welt berühren. Deren Intelligibilisierung innerhalb eines Wirklichkeitsspiels gehört zu den wichtigsten Aufgabenstellungen einer Textierung und Realisierung einer Welt in ihrem gegenwärtigen Zustand.
Das Spiel selbst
Author: Harald Schmid
Die Abhandlung „Arabesken“ bildet den Abschluss einer vierteiligen Untersuchung, die sich schrittweise den Grundlagen der modernen Welt und deren spielwirklichen Voraussetzungen zu nähern versucht. Im Mittelpunkt steht die Frage, inwieweit es möglich ist, die Gesamtzahl aller heutigen Textverhältnisse einer Theorieform zuzuordnen, von der sie bereits herkommen und im Laufe ihrer Geschichte entsprechend organisiert, strukturiert und anhand vergegenständlichter Textverhältnisse fassbar und verstehbar wurden. Dabei spielt nicht zuletzt der moderne Wirklichkeitsbegriff eine Rolle, der sich aus Realverhältnissen jeder Art zusammenfügt, sich innerhalb derselben entwickelt und darin anschaubar wird. Sie sind Teile einer Gesamtentwicklung, die sich u. a. in der Geschichte des Lebens, des Denkens und der Sprache vollzogen hat. Dadurch wird nicht zuletzt ein Einblick in die Textprozesse des Wirklichen selbst ermöglicht, die in der modernen Welt auf allen Gebieten fortschreiten. In diesem Zusammenhang rückt zugleich die Frage in den Vordergrund, wie solche Prozesse organisiert, textiert und zukunftsfähig zu machen sind. Die vorliegende Abhandlung versucht im Rahmen spieltheoretischer Überlegungen darauf eine Teilantwort zu geben.
Spieltheoretische Grundlagen des Daseins und der Geschichte
Author: Harald Schmid
Ausgehend von intarsialen Traditionen der Kunstgeschichte, die auf Sprachspiele, Bewusstseinsspiele, Logikkonstrukte und Realspiele verschiedenster Art übertragen werden, versucht die vorliegende Abhandlung die Grundlagen früherer Texte unter dem Titel „Mosaiken“ und „Ornamente“ auszuweiten und sie mit intarsialen Fragestellungen zu verbinden. Den Ausgangspunkt bildet ein wirklichkeitstextuelles Theorem, das sich seit der Neuzeit in zahllose Einzelrealitäten aufgegliedert hat. Diese haben in ihrer Gesamtausdehnung die menschliche Textik ebenso wie alle übrigen Textverhältnisse in sich vereinnahmt. Die zentrale Fragestellung dieser Abhandlung lautet, inwieweit es möglich ist, die Wirklichkeit der modernen Welt durchschaubar, textierbar und universalisierbar zu machen. In diesem Zusammenhang spielt das Realitätsproblem eine entscheidende Rolle. Die daran gekoppelten intarsialen Strukturen können möglicherweise darüber Auskunft geben, von welchen Voraussetzungen wir ausgehen und in welcher Form die menschliche Textwelt sich den diesbezüglichen Textentwicklungen anzupassen vermag.
Überlegungen zu einer strukturellen Spieltheorie des Wirklichen
Author: Harald Schmid
Der vorliegende Text versucht, einheitliche Strukturmuster zu erschließen, die auf vorgegebene Wirklichkeitssysteme beziehbar sind und in ihnen ihre eigentliche Basis finden. Deren spielstrukturelle Grundveranlagung ist durch universelle Bindungs- und Reaktionssysteme gegeben, die sich in den entsprechenden Entwicklungssystemen fortsetzen. Im Zentrum solcher Textwelten stehen Welt und Geschichte als die umfassendsten Ausgangs- und Fortsetzungsareale aller Textsysteme und Textentwicklungen. Was die menschliche Textwelt angeht, so gehören Bewusstsein und Sprache zu den bedeutendsten Strukturelementen einer Textgeschichte, die ständig über sich hinausweist und deren Ornamentik sich bis in Wirkliches selbst ausdehnt. Der philosophische Kerngedanke dieser Abhandlung besteht in der Übertragung spieltheoretischer Muster auf eine Wirklichkeitstextik, die auf diese Weise entstand und damit zugleich einen Interpretationsrahmen für alles daraus Herstellbare abgibt, nicht zuletzt im Blick auf bestimmte Problemszenarien der modernen Welt.
Eine kritische Bestandsaufnahme
Author: Harald Schmid
Der vorliegende Text kombiniert erkenntniskritische Aspekte mit mythologiegeschichtlichen Fragestellungen. Dabei wird die bewusst provozierende These aufgestellt, dass es nicht nur Mythen der Vergangenheit, sondern auch solche der Gegenwart gibt. Im weiteren Verlauf werden solche Strukturen nachgewiesen und durch Beispiele belegt. Im Hintergrund steht ein philosophischer Begriffsapparat, der die einzelnen Textteile miteinander verklammert und sie bis in die Gegenwart fortführbar macht.
Ein Essay
Author: Harald Schmid
Im vorliegenden Essay geht es um eine Person und ihre Lebensgeschichte und gleichzeitig um die Geschichte ihres Weiterwirkens. Diese wird unter dem Stichwort der Transformation betrachtet. Es handelt sich dabei um ein Geschehen, das einerseits aus sich selbst wirkt und sämtliche geschichtlichen Transgressionen, Übersetzungen und Neusetzungen umspannt; andererseits geht es um die Frage, wie Geschichte von uns selbst hervorgebracht und gedeutet wird. Beide Texteinheiten sind nicht voneinander zu trennen. Sie umfassen im Falle Mozarts sowohl seine Werke und deren musikgeschichtliche Bedeutung als auch deren Rezeptions-, Erweiterungs- und Transkriptionsgeschichte, die nach seinem Tod einsetzte und letztlich zu einer ganz anderen Geschichte führte. Mozart verkörpert darin einen geschichtlichen Augenblick, der einem Geschehen zugeordnet ist, das immer wieder unter neuen Gesichtspunkten betrachtet werden muss.
Beiträge zu einer strukturphilosophischen Spieltheorie
Author: Harald Schmid
Die vorliegende Abhandlung geht von Textgrundlagen aus, die im Wirklichen selbst angesiedelt sind. Dazu wurden Beispiele ausgewählt, die sich einem Gesamtspektrum zuordnen lassen, für das die Methode des matrizialen Vergleichs innerhalb mosaikaler Strukturen geeignet erschien. Sie geben etwas wieder, was alle Textformen zulässt, die sich im Wirklichen ausgebildet haben: Bewusstsein, Wissen, Sprache, Urteilsbildung, Textherstellung usw. Damit wurde zugleich der Tatsache Rechnung getragen, dass es heute nur noch möglich ist, Wirkliches durch Wirkliches selbst zu bestimmen, in welcher Weise es auch immer erscheint. Dessen Grundstrukturen wurden u. a. von der modernen Spieltheorie ausgearbeitet. Sie werden in unserem Fall auf einzelne Textwirklichkeiten übertragen und erweitert. Ob daraus tragfähige Konzepte einer strukturimmanenten Textik und Logik hervorgehen, ist eine offene Frage. Zumindest entstehen daraus Systeme, die sich mit anderen verbinden lassen und dabei einer Systematik angenähert werden können, wie sie sich in vielen Bereichen der modernen Welt ausgebildet hat.
In: Der Ort der ›Volksgemeinschaft‹ in der deutschen Gesellschaftsgeschichte
In: Gedenkstätten des NS-Unrechts und Bundeswehr
Welche Bedeutung gewannen die Propaganda der »Volksgemeinschaft« und die massenhafte Bereitschaft zum Mitmachen in der NS-Diktatur für die Gesellschaftsgeschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert?
Der Band bietet eine aktuelle Bilanz der seit über zehn Jahren kontrovers geführten Debatte über die Bedeutung der »Volksgemeinschaft« als zentrales Propagandakonzept und prägende Denkfigur nationalsozialistischer Herrschaft. In rund 30 Beiträgen akzentuieren nationale und internationale Experten Sichtweisen auf dieses Untersuchungsfeld, diskutieren Praktiken des Mitmachens in der Diktatur und die Mechanismen nationalsozialistischer Herrschaftsstabilisierung. Indem das Verhalten breiter Bevölkerungsgruppen in den Blickpunkt rückt, wird die lange Zeit in der Forschung vertretene Konzentration auf eine Täter-Opfer-Perspektive überwunden und ein wichtiger Beitrag zur Gesellschafts- und Kulturgeschichte Deutschlands während der NS-Zeit geleistet.