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Die Grundvollzüge des christlichen Gottesdienstes für unsere Zeit erklärt
Taufen muslimischer Flüchtlinge als Herausforderung für Kirchen und Gesellschaft
Volume Editors: Henning Theißen and Knud Henrik Boysen
Dieser Band enthält die Dokumentation der ersten wissenschaftlichen Fachtagung zum Thema Flüchtlingskonversionen. Die internationalen Beitragenden beleuchten das Phänomen aus sozial- und religionswissenschaftlicher, philosophischer und theologischer, juristischer, politikwissenschaftlicher Perspektive.
Seit 2015 nimmt die Zahl geflohener Menschen aus mehrheitlich muslimischen Ländern, die sich im Lauf ihrer Migrationsgeschichte dem Christentum zuwenden, stark zu. Die Situation christlicher Kirchen und Gruppierungen in den Herkunftsländern befindet sich im Umbruch, und die europäischen Kirchen treffen auf neuartige Glaubensbiographien und Konversionsnarrative. Die aufnehmenden Zivilgesellschaften stehen vor einer großen Integrationsaufgabe, und die bleiberechtlichen Konsequenzen von Flüchtlingskonversionen stellen den Staat vor Herausforderungen. Die wissenschaftliche Befassung mit den vielschichtigen Aspekten des Themas ist eine dringende Aufgabe, die die Autorinnen und Autoren dieses Bandes interdisziplinär in Angriff nehmen.
Was typisch jüdisch ist, schien lange Zeit selbstverständlich zu sein. Der geschärfte Blick der Antisemitismusforschung hat indes gezeigt, welche unterschiedlichen Bilder vom Jüdischen es gibt und wie diese im Laufe der Zeit instrumentalisiert wurden. „Das Jüdische“ nämlich ist – wie „das Christliche“ auch – nicht einfach gegeben, sondern auf vielfältige Weise gemacht. Wenn in Wissenschaft, Politik und Literatur vom „Jüdischen“ die Rede ist, konstruiert dieses Reden seinen Gegenstand. Um das zu plausibilisieren, was sie als jüdisch darstellen, nutzen Texte wiederkehrende argumentative Schemata, Metaphern und Kontraststrukturen. Gerade wissenschaftliche Texte vermitteln durch ihren Gestus der Objektivität einen vorgeblich eindeutigen Begriff von dem, was typisch jüdisch ist und müssen deshalb einer besonders kritischen Analyse unterzogen werden. Gezeigt werden soll, mit welchen Redestrategien Literatur und Wissenschaft ihre Konstruktionen des Jüdischen als „wahr“ auszugeben versuchen.