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In: Systematisches Repertorium zur Buchzensur 1542–1700
In: Systematisches Repertorium zur Buchzensur 1542–1700
In: Systematisches Repertorium zur Buchzensur 1542–1700
Edition der Bandi von Inquisition und Indexkongregation 1814-1917
Editor:
Bisher konnte man die Bücherverbote der katholischen Kirche nur im bekannten Index librorum prohibitorum, dem Index der verbotenen Bücher nachlesen. In diesen alle paar Jahre erscheinenden Indices finden sich allerdings viele Fehler, angefangen von falsch zitierten Titeln bis hin zu falschen Verbotsdaten. Dabei beruhen diese Listen auf den ursprünglichen Verbotsplakaten, den so genannten Bandi, die an den Türen der römischen Hauptkirchen und auf dem Campo de' Fiori angeschlagen und an Bischöfe und Nuntien verschickt wurden. Erstmals werden in der Edition alle Urteile von Inquisition und Indexkongregation publiziert und der Forschung in chronologischer Reihenfolge systematisch zugänglich gemacht. Der konkrete Verbotskontext wird in den Bandi offenbar und ermöglicht Rückschlüsse auf die zeitgeschichtlichen Trends, in denen die Kirche eine Gefahr für die Gläubigen erblickte. Darüber hinaus bietet die Edition eine bibliographische Identifikation der tatsächlich verhandelten Schriften sowie eine vergleichende Synopse der im Archiv der Glaubenskongregation aufgewiesenen Urteilsentwürfe und -varianten und spiegelt so die konkrete Arbeit der Kongregationen wider.
Editor:
Die Prosopographie von Römischer Inquisition und Indexkongregation 1814-1917 mit ihren über 800 biobibliographischen Einträgen zu den am Entscheidungsprozeß der Kongregationen beteiligten Akteuren gibt den bislang anonymen Institutionen Inquisition und Indexkongregation erstmals ein konkretes Gesicht. Sie stellt einen - in dreifacher Hinsicht - einzigartigen Einblick in das "Innenleben" von Römischer Inquisition und Indexkongregation dar. Biographisch Interessierten bietet sie vielfach nicht nur völlig unbekannte Lebens- und Ernennungsdaten und die gezielte Kompilation der wichtigsten Literatur, sondern dokumentiert auch - auf breiter Quellenbasis - die konkrete Gutachtertätigkeit der interessierenden Person innerhalb der zwei Kongregationen. Diejenigen, die sich der Prosopographie über einen konkreten Zensurfall nähern, können den häufig unbekannten Zensor mit Hilfe der Prosopographie identifizieren und sein Votum gezielt in den Kontext seiner gesamten Zensurtätigkeit einbetten. Kongregationsgeschichtlich schafft sie schließlich einen Über- und Tiefenblick, der das Fundament für alle zukünftigen Studien und Forschungen über Römische Inquisition und Indexkongregation bilden wird.
Author:

Abstract

Die katholische Zentrumspartei war eine tragende Säule der Weimarer Republik. Sie trug die Weimarer Reichsverfassung wesentlich mit und keine andere Partei stellte länger den Reichskanzler. Doch Papst Pius XI. beäugte ihre andauernden Koalitionen mit liberalen und sozialistischen Parteien äußerst misstrauisch und erwog 1925 sogar deren offene Verurteilung. In dieser Situation stellte sich Nuntius Eugenio Pacelli überraschenderweise schützend vor das Zentrum. Mitte der zwanziger Jahre sah er in der katholisch geprägten Partei das beste Mittel, um seine Ziele in Deutschland zu erreichen. Vor allem ging es ihm darum, einen kommunistischen Umsturz zu verhindern und die Interessen des Heiligen Stuhls durch Konkordate mit den Ländern und dem Reich zu sichern. Der auch von selbstbewussten Laien getragene Katholizismus in Deutschland und seine Repräsentation im parlamentarischen System waren für Pacelli aber keine Werte an sich. Die Unterstützung der sogenannten Rechtskatholiken, die sich der Deutschnationalen Volkspartei angeschlossen hatten, verwarf er zwar zunächst, aber dafür waren eher pragmatische, nicht prinzipielle Gründe maßgeblich. Das zeigte sich spätestens, als er Hitler die Zentrumspartei bei den Verhandlungen des Reichskonkordats bereitwillig opferte.

In: Der römische Blick
In: Systematisches Repertorium zur Buchzensur 1542–1700
In: Systematisches Repertorium zur Buchzensur 1542–1700
In: Eugenio Pacelli als Nuntius in Deutschland
In: Eugenio Pacelli als Nuntius in Deutschland