Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste ist eine Vereinigung der führenden Forscherinnen und Forscher des Landes. Sie wurde 1970 als Nachfolgeeinrichtung der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet. Die Akademie ist in drei wissenschaftliche Klassen für Geisteswissenschaften, für Naturwissenschaften und Medizin sowie für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften und in eine Klasse der Künste gegliedert.

Mit Publikationen zu den wissenschaftlichen Vorträgen in den Klassensitzungen, zu öffentlichen Veranstaltungen und Symposien will die Akademie die Fach- und allgemeine Öffentlichkeit über die Arbeiten der Akademie und ihrer Forschungsstellen informieren.
This volume explores the long-standing tensions between such notions as soul and body, spirit and flesh, in the context of human immortality and bodily resurrection.
The discussion revolves around late antique views on the resurrected human body and the relevant philosophical, medical and theological notions that formed the background for this topic. Soon after the issue of the divine-human body had been problematized by Christianity, it began to drift away from vast metaphysical deliberations into a sphere of more specialized bodily concepts, developed in ancient medicine and other natural sciences. To capture the main trends of this interdisciplinary dialogue, the contributions in this volume range from the 2nd to the 8th centuries CE, and discuss an array of figures and topics, including Justin, Origen, Bar Daisan, and Gregory of Nyssa.
In: Perspektiven - Forschungsfragen der Zukunft
In: Perspektiven - Forschungsfragen der Zukunft
Humanismus und Anti-Humanismus (III)
Man kann nicht nicht kommunizieren, so hallt es durch die virtuellen und belebten Foren des 21. Jahrhunderts. Inmitten unserer Kultur der Kreativen und Aufdecker, Aufklärer und Erleuchteten gerät jede Stille zum beredten Schweigen und jeder Anflug von Diskretion in den Verdacht, eine schreiende Ungerechtigkeit zu decken. Wir leben im Kommunikationszeitalter, in dem alles besprochen und verständlich gemacht werden kann – und muss. Wer nicht mitredet, existiert nicht. Gefragt wird er trotzdem.
Wenn es um Würdenträger der Religionen, die Funktionseliten der Kirche oder schlicht um die christliche Deutung irgendeines Ereignisses oder Phänomens geht, zeigt sich die politische Öffentlichkeit seit Jahren auch höchst interessiert an Wortbeiträgen aus der religiösen Sphäre. Worum es sich bei diesem Interesse handelt, harrt aber der Erforschung. Auch außerreligiös steht einiges auf dem Spiel. Hannah Arendt hat einmal in einem Anflug von republikanischer Begeisterung vom »Glück des Öffentlichen« gesprochen und das freie öffentliche Handeln als konstitutives Moment des gelungenen Lebens gekennzeichnet. Wenn das richtig ist, dann wäre eine kulturell verarmte Öffentlichkeit, die keine unbeschallten Räume mehr beherbergt und in der alles immer schon an seinem Platz ist, nicht nur ein religiöses Problem.
Religiöse Gewalttheorien in der Kriegserfahrung des Westens
Ein umfassendes Grundlagenwerk: Die erste Gesamtgeschichte christlicher Kriegserfahrung und christlicher Kriegstheorie von der Antike bis heute. Die Rolle der christlichen Religion im Kontext von Krieg und Kriegführung ist bis heute zutiefst umstritten. War nicht auch das Christentum – wie heute ein militanter Islamismus – in der Geschichte Europas eine Quelle der Gewalt und Radikalisierung? Einleitend entwirft der Herausgeber dieses in seiner thematischen Breite und analytischen Durchdringung einzigartigen Bandes eine umfassende Theorie des Verhältnisses von Krieg und Christentum. Erstrangige Autoren beleuchten sodann den Zusammenhang von Krieg, Kriegserfahrung und religiös begründeter Kriegstheorie, das Verhältnis von Kriegswirklichkeit und theologisch verantworteter Kriegsethik – von den biblischen Grundlagen und den philosophischen Reflexionen der Antike bis zu den religiösen Implikationen des US-Anti-Terror-Krieges im frühen 21. Jahrhundert. Der eindrucksvolle Band ist erwachsen aus dem Tübinger Sonderforschungsbereich 'Kriegserfahrung – Krieg und Gesellschaft in der Neuzeit'. Er arbeitet mit dem dort entwickelten methodischen Instrumentarium einer Geschichte von 'Religion und Kriegserfahrung', welche konzentriert die Wirklichkeit des Krieges mit ihren religiösen und politischen Deutungen verbindet.