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Neues über Konrad Adenauer
»Er war ein ganz großer Häuptling«, schrieb der Spiegel-Herausgeber Rudolf Augstein nicht ohne Respekt u¨ber Konrad Adenauer. Die großen Leitentscheidungen der Ära Adenauer sind heute unumstritten: der Aufbau einer Demokratie mit Menschenrechten, Rechtsstaat und Gewaltenteilung, die Schaffung des Vereinten Europas und die Soziale Marktwirtschaft. Adenauers Politik war jedoch von Anfang an strittig, und es dauerte geraume Zeit, bis diese Leitentscheidungen allgemein akzeptiert wurden.
Ju¨rgen Ru¨ttgers geht aus von der Kritik an Adenauer und fragt: Was war das fu¨r ein Mann? Es zeigt sich: Der erste Bundeskanzler war einer der wenigen, die nach dem Ende der Diktatur wussten, was sie wollten. Er konnte seine Ziele so beschreiben und begru¨nden, dass die Menschen sie verstanden.
Das machte ihn zum Gegner derjenigen, die sich nicht aus den bekannten Systemen herausl.sen wollen. Dieses Buch ist keine weitere Adenauer-Biographie, sondern will Neues u¨ber Adenauer aus alten und neuen Quellen darstellen – vor dem Hintergrund der Herausforderungen und Gfahren unserer heutigen Zeit.
Deutsche Außenpolitik zwischen Nationalstaat, Europa und dem Westen. Zur Erinnerung an Hans-Peter Schwarz
War und ist die deutsche Außenpolitik seit Adenauers Tagen interessengeleitet und strategisch angelegt? Oder folgt sie einem bequemen Moralismus und lässt sich populären Stimmungen treiben? Welche außenpolitische Verantwortung kommt der Bundesrepublik angesichts der Krise der EU, der Spannungen im transatlantischen Verhältnis und neuer sicherheitspolitischer Bedrohungen zu? Welches sind die Konturen einer realistischen, verantwortlichen Machtpolitik der Bundesrepublik? In Erinnerung an Hans-Peter Schwarz, den Biographen der beiden Kanzler Konrad Adenauer und Helmut Kohl, werden diese Fragen in 14 pointierten Essays von namhaften Zeithistorikern und Politikwissenschaftlern kritisch diskutiert.