HerausgeberInnen: Jan Erik Schulte und Jan Erik Schulte
Wie keine zweite Organisation repräsentierte die SS die Struktur und den verbrecherischen Charakter des Nationalsozialismus. Das vorliegende Buch führt auf der Basis des aktuellen Forschungsstandes erstmals zahlreiche neue Facetten der Geschichte der SS zusammen. Wie in einem Brennglas gebündelt, schlugen sich seit 1933 wesentliche Entwicklungen der SS im ostwestfälischen Wewelsburg in der Nähe Paderborns nieder. Heinrich Himmler, der Reichsführer-SS, ließ das dortige Renaissanceschloss zu einem Zentrum seiner Organisation ausbauen. Hier, in der Mitte des Deutschen Reiches, sollten ein Versammlungsort und eine Stätte der Selbstvergewisserung für die Führungsspitze der SS, die SS-Gruppenführer, entstehen. Himmler entwickelte dafür gigantische Pläne. 1934 begann ihre Umsetzung in die Tat. Eigens für diesen Zweck ließ er in Wewelsburg das Konzentrationslager Niederhagen errichten. Namhafte Autorinnen und Autoren wie Michael Wildt, Armin Nolzen, Ruth Bettina Birn, Christian Jansen, Jens-Christian Wagner oder Karola Fings bieten Überblicksdarstellungen zu ausgewählten Aspekten der Entwicklung der SS. Die Beiträge des Buches verschränken die Geschichte der Wewelsburg und des Konzentrationslagers Niederhagen mit der Gesamtgeschichte der SS. So entsteht ein Panorama, das Struktur und Radikalisierung der SS, Ideologie und Terror, Hybris und Realität ebenso umfasst wie Kontinuitäten, die seit 1945 bis in die Gegenwart fortwirken.
Zentrale Steuerung - Regionale Initiative
HerausgeberInnen: Jan Erik Schulte und Jan Erik Schulte
Die besondere Dynamik des KZ-Systems im "Dritten Reich" lässt sich anhand der bekannten KZ-Hauptlager nur ansatzweise erläutern. Sowohl in der Frühzeit der Lagerentwicklung (1933/34) als auch in der zweiten Kriegshälfte (seit 1942) spielten bei der Errichtung der zahlreichen kleinen Lager regionale Strukturen, Interessen und Initiativen eine entscheidende Rolle. Erst ein regionalgeschichtlicher Zugriff bietet die Möglichkeit, die regionalen Lager als ein mit den Zentralbehörden und Hauptlagern vielfach verwobenes aber gleichwohl eigenen Entwicklungslinien folgendes System zu zeigen. Durch die immense Ausweitung des Außenlagersystems seit 1943/44 wurden die räumlich von Hauptlagern entfernten Außenlager zum eigentlichen Ort der Ausbeutung von Gefangenen. Die Lager in den für die deutsche Rüstungswirtschaft wichtigen Industrie- und Ballungsräumen wie auch in den ländlichen Gegenden des Rheinlands und Westfalens stehen damit beispielhaft für den gesamten KZ-Kosmos der zweiten Kriegshälfte. Die Beiträge des Sammelbandes thematisieren einzelne Lager (z.B. Niederhagen-Wewelsburg, Bochum, Gelsenkirchen, Witten, Wuppertal) und Orte, an denen verschiedene KZ-Außenlager bestanden (z.B. Köln, Essen, Lippstadt, Porta Westfalica), beschäftigen sich mit dem Einzelschicksal ehemaliger Häftlinge und widmen sich übergreifenden, für die gesamte Region wichtigen Themen (z.B. Einsatz der SS-Baubrigaden, Todesmärsche bei Kriegsende).
Oswald Pohl und das SS-Wirtschafts-Verwaltungshauptamt 1933-1945
Kanada und die Politik des Peacekeepings im 20. Jahrhundert
AutorIn: Jan Erik Schulte
Die UN-Blauhelme gehören bis heute zu den wichtigsten Organen der Vereinten Nationen. Kanada galt im 20. Jahrhundert als der Staat, der sich am stärksten mit dem UN-Peacekeeping identifizierte.
Seit den 1950er Jahren entwickelte sich Kanada zu einem herausragenden Truppensteller. Die UN-Blauhelme waren Kernstück einer multilateralen Tradition kanadischer Außenpolitik und wurden innenpolitisch als Ausdruck kanadischer Identität wahrgenommen. Vor dem Hintergrund der Entwicklung des UN-Peacekeepings untersucht die Studie die Wechselwirkung zwischen postkolonialer nationaler Identitätsbildung und der exponierten weltpolitischen Rolle Kanadas seit Ende des Zweiten Weltkrieges.

in UN-Blauhelme
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