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  • Author or Editor: Joachim Frank x
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In: "Guter" Sex: Moral, Moderne und die katholische Kirche
Ist alles erlaubt, was Spaß macht? Oder nur das, was innerhalb einer gültig geschlossenen Ehe geschieht? Sollte Moral möglichst aus dem sexuellen Leben ferngehalten werden? Oder ist Moral dessen Zentrum?

Zwischen solch unterschiedlichen Positionen gibt es seit einiger Zeit kaum mehr eine Verständigung, geschweige denn ein gemeinsames Denken. Die Diskurse über Sexualität changieren zwischen einer breiten Pornografisierung, Medikalisierung und Funktionalisierung von Sexualität und einer ebenso breiten Re-Romantisierung. Erschwerend kommt dazu eine strikte (kirchliche) Reglementierung.

Viele Menschen, vor allem in der katholischen Kirche, vermissen die nötige Offenheit, in der diese Fragen in all ihren Brüchen diskutiert werden können. Wir möchten mit dem vorliegenden Band, hervorgegangen aus der Tagung »Let's Think About Sex«, für den kirchlichen Kontext geplant, aber von dem zuständigen Bischof verboten, unterschiedliche Perspektive aufzeigen, Diskussionen eröffnen und zum Mit-Denken und Mit-Sprechen einladen.
Flucht und Vertreibung - Erinnerungen der zweiten Generation
Die Zahl der deutschen Vertriebenen und Flüchtlinge um 1945 betrug mehr als zehn Millionen Menschen. Auch in anderen Ländern, allen voran Polen, gab es einige Millionen Vertriebene. Die Zahl der zwischen 1945 und etwa 1970 in solchen Flüchtlings- und Vertriebenenfamilien Geborenen, die sogenannte »zweite Generation der Vertriebenen«, ist entsprechend groß. Diese Anthologie beruht auf vielen Gesprächen mit Vertretern der »zweiten Generation« aus Deutschland und Polen. Es geht um die Bedeutung der verlorenen Heimat der Eltern für das eigene Leben, für die eigene Identität, über lange nicht begriffene Erfahrungen von Fremdsein und Ausgrenzung. Oft übten die plastisch berichteten oder umgekehrt die unterdrückten Erinnerungen der Eltern eine solche Kraft aus, dass sie die Verwurzelung der Kinder an den neuen Lebensorten erschwerten und traumatische Erfahrungen unbewusst auf die Nachkommen übertragen wurden. Die Texte in ihren vielfältigen Formen von Essay, Interview, Gedicht, Bericht und Kurzprosa zeugen aber auch von der Überwindung der elterlichen Erinnerungslasten und gelungener Selbstbestimmung.
Author:
Als Johannes Paul II. am 2. April 2005 starb, schaute die Welt nach Rom. Tageszeitungen erschienen in Extraausgaben, Radio- und Fernsehsender unterbrachen ihr laufendes Programm.
Das Medienereignis »Papsttod« trat beim Tod Johannes Pauls II. nicht zum ersten Mal in Erscheinung. Die überragende Stellung, die der Papst als Oberhaupt der katholischen Kirche innehat, sorgte dafür, dass sein Ableben auch in der Vergangenheit immer als eine bedeutende Zäsur wahrgenommen wurde und eine entsprechende grenzüberschreitende Medienpräsenz erfuhr. Mit der Entstehung der Massenmedien im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts steigerte sich die Medienaufmerksamkeit für den Tod des Papstes bis hin zu ihrem Höhepunkt im April 2005.
Kontinuitäten und Veränderungen im Ritual: Der Tod der Päpste als Medienereignis in historischer Perspektive.
Forschungsperspektiven und Ansätze zu einem internationalen Vergleich
Zwölf Jahre war Eugenio Pacelli Nuntius in Deutschland und anschließend zehn Jahre Kardinalstaatssekretär im Vatikan, bevor er am Vorabend des Zweiten Weltkrieges zum Papst Pius XII. gewählt wurde.
Seit 2006 sind die vatikanischen Akten für die Jahre von 1917 bis 1939 für die historische Forschung freigegeben. Sie erlauben einen umfassenden Blick auf diese Zeit und neue Zugänge zur Politik und Person Pacellis. Die zentrale Überlieferung der Katholischen Kirche in der weltgeschichtlichen Umbruchsphase zwischen den beiden Weltkriegen bietet nicht nur eine neue Sicht auf Deutschland. Die neuen Archivquellen ermöglichen es auch erstmals, in einem internationalen Vergleich viele entscheidende Fragen zum Verhalten von Kirche und Kurie in dieser Zeit zu beantworten.
Kirchenpolitik im Kaiserreich und in der Weimarer Republik
Author:
Adolf Kardinal Bertram zählt zu den umstrittensten deutschen Bischöfen des 20. Jahrhunderts. Sascha Hinkels Buch ergänzt das historische Bild des Vorsitzenden der Fuldaer Bischofskonferenzen in wesentlichen Punkten. Mit Bertram ist vor allem die zurückhaltende 'Eingabenpolitik' der Kirche gegenüber dem NS-Regime verbunden. Die vorliegende Studie geht erstmals dem Wirken des Breslauer Erzbischofs vor 1933 nach und weitet die lange verengte Perspektive. Bertram vertrat stets einen Kurs, nach dem die Kirche einvernehmlich mit der gottgewollten staatlichen Ordnungsmacht existieren sollte. Ihn verfolgte er schon in der Monarchie, unter wechselnden Vorzeichen setzte er ihn als 'Vernunftrepublikaner' in der Weimarer Demokratie fort.
Gründung, Selbstverständnis und »Vergangenheitsbewältigung«
Author:
Nach zwei verheerenden Weltkriegen zählte die Annäherung zwischen Frankreich und Deutschland zu den entscheidenden Voraussetzungen für ein versöhntes Europa. Die katholische Friedensbewegung Pax Christi leistete dazu einen historisch bedeutsamen, lange übersehenen Beitrag.
Der Autor beschreibt erstmals die konfliktreichen Auseinandersetzungen, die Pax Christi bei der Suche nach seinem politischen und religiösen Standort in der jungen Bundesrepublik durchlief. Die Annäherung an die »Last der Vergangenheit« wurde den deutschen Aktivisten durch die ausgestreckte Hand erleichtert, die ihnen von französischer Seite gereicht wurde. Dieser Lernprozess schuf die Grundlagen für spätere internationale Versöhnungsinitiativen mit NS-Opfern in den 1960er Jahren.
An der Nahtstelle eines tiefgreifenden Wandels des deutschen Katholizismus wurde 1962 die Kommission für Zeitgeschichte gegründet. Die quellennahe Aufarbeitung seiner Vergangenheit sollte als verlässliches Fundament für die Auseinandersetzungen über Gegenwartsfragen in Kirche und Gesellschaft dienen.
Der Band vereinigt Beiträge, in denen namhafte Historiker, Theologen, Soziologen und Politikwissenschaftler die Zusammenhänge von Zeitgeschichte und Gegenwart des Katholizismus beleuchten. Er ermöglicht eine aktuelle Ortsbestimmung der zeitgeschichtlichen Katholizismusforschung und bietet Perspektiven für die Zukunft an.
Gespräche zwischen christlicher Theologie und jüdischem Denken
Seit einem Menschenalter im Gespräch. Die konstitutive Bedeutung jüdischen Denkens für die christliche Theologie in Deutschland zur Sprache zu bringen: Kaum ein anderer Theologe widmet sich dieser zentralen Aufgabe so intensiv und engagiert wie Josef Wohlmuth. Getrieben von der Suche nach Wahrheit und in steter Ehrfurcht vor dem Heiligen bearbeitet er die eigene Tradition, um deutend Gott, den Menschen und der Welt auf die Spur zu kommen. Sein wissenschaftliches Interesse an der Dogmen- und Konziliengeschichte verbindet sich dabei mit der Sensibilität für theologische Ästhetik und der unablässigen Auseinandersetzung mit Gegenwartsphilosophen - meist jüdischer Provenienz: Franz Rosenzweig, Walter Benjamin, Jürgen Habermas, Jean-Luc Marion, Jacques Derrida, Hans Blumenberg sowie Emmanuel Levinas.
Die frühen Jahre der Bundesrepublik Deutschland waren für die katholischen Bischöfe eine herausfordernde Zeit. Nach der Gründung des westdeutschen Teilstaats galt es, den Platz der Katholiken in der bundesdeutschen Gesellschaft zu behaupten, kulturelle Positionen zu verteidigen und neu zu erkämpfen. Innerhalb und außerhalb der Kirche vollzogen sich tiefgreifende Prozesse der Veränderung und Modernisierung. Die Lebenswelt der Katholiken war nicht mehr durch die Grenzen des katholischen Milieus bestimmt, katholische Positionen wurden nicht mehr selbstverständlich akzeptiert. Mit umso größerem Eifer bemühten sich die Bischöfe auf Länderebene weiter um den Erhalt des katholischen Schulwesens, rangen um den katholischen Einfluß in den Gewerkschaften und in der Militärseelsorge, in Rundfunk und Presse und in den Familienverbänden. Mit dem Katholischen Büro in Bonn unter der Leitung von Prälat Wilhelm Böhler schufen sie 1952 eine dauerhafte kirchliche Verbindungsstelle zum Staat. Auch die innerkirchlichen Strukturen mußten an die wachsenden Herausforderungen angepaßt werden: Mit der Einsetzung einer bischöflichen Sonderkommission begann 1950 ein Prozeß zur Neuorganisation der Fuldaer Bischofskonferenz unter ihrem Vorsitzenden Joseph Kardinal Frings. Das alte Referentensystem wurde durch ein neues System von Sachreferaten ersetzt. Ebenso bedurfte das katholische Vereins und Verbandswesen der Neustrukturierung. 1952 wurde das Zentralkomitee der deutschen Katholiken als Spitzenorganisation der Laien gegründet. Um die Formulierung des Statuts wurde hart gerungen; hier schlug sich die Sorge der Bischöfe nieder, die Arbeit der katholischen Laien könne sich allzu sehr verselbständigen und vom bischöflichen Lenkungsanspruch entfernen. Mehr als 250 sorgfältig ausgewählte Dokumente aus kirchlichen Aktenbeständen sind in diesem Band erstmals veröffentlicht und mit einer ausführlichen kritischen Kommentierung versehen. Sie gewähren dem Leser neue Einblicke in das bischöfliche Wirken der frühen 1950er Jahre und bilden für künftige Forschungsarbeiten eine bedeutsame Grundlage.