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Naturwissenschaften und "Perspectiva" an der päpstlichen Kurie in Viterbo (ca. 1260-1285)
Author: Klaus Bergdolt
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste ist eine Vereinigung der führenden Forscherinnen und Forscher des Landes. Sie wurde 1970 als Nachfolgeeinrichtung der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet. Die Akademie ist in drei wissenschaftliche Klassen für Geisteswissenschaften, für Naturwissenschaften und Medizin sowie für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften und in eine Klasse der Künste gegliedert.

Mit Publikationen zu den wissenschaftlichen Vorträgen in den Klassensitzungen, zu öffentlichen Veranstaltungen und Symposien will die Akademie die Fach- und allgemeine Öffentlichkeit über die Arbeiten der Akademie und ihrer Forschungsstellen informieren.
In: Wahr oder Tolerant?
In: Handbuch der Mediterranistik
In: Die Fortschrittsfalle der Medizin - Wie viel Gesundheit können wir uns leisten?
In: Das Auge und die Theologie
In: Das Auge und die Theologie
In: Wahr oder Tolerant?
Zum Grunddilemma der Theologie der Religionen
Diese Broschüre zur Frage einer Komparativen Theologie veröffentlicht zwei Beiträge, die zu diesem Thema beim er­sten Forschungstag der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste im Oktober 2007 vor­getragen und diskutiert worden sind. Der Forschungstag der Akademie dient dem wissenschaftlichen Gespräch der Akademiemitglieder mit den Mitgliedern des neu eingerich­teten Jungen Kollegs.

Klaus von Stosch, Mitglied des Jungen Kollegs der Akade­mie, will das Grunddilemma der Theologie der Religionen durch Komparative Theologie überwinden. Er sieht das Grunddilemma darin, andere Religionen in ihrem Anderssein wertschätzen und dennoch an der Wahrheit des Unbedingtheitsanspruchs der eigenen Religion festhalten zu wol­len. Nicht ein auf Gleichwertigkeit setzender Pluralismus könne beitragen, das Dilemma zu überwinden. Sondern es bedürfe einer komparatistisch vorgehenden Theologie, die nicht definitive Aussagen über die Wahrheit von Religionen in ihrer Ganzheit trifft, sondern sich in Anlehnung an Wittgenstein mit der Bedeutung und der Rationalität einzelner Elemente religiöser Überzeugungen auseinander setzt.

Klaus Bergdolt, Mitglied der Akademie, antwortet darauf mit positiv gestimmtem Skeptizismus. Er findet den Ansatz, sich sine ira et Studio in die Glaubens- und Erfahrungswelt des Anderen, seine Haltungen gegenüber der Welt, einzudenken und die kognitiven Gehalte wissenschaftlicher Prüfung zu unterziehen, potentiell sehr fruchtbar. Er betont aber auch, dass Komparative Theologie nur zu schlüssigen Ergebnissen führen könne, wenn auf allen Seiten die gleichen emotionalen, juristischen und aufklärerischen Voraussetzungen gegeben seien. Wo das nicht der Fall sei, wo es an Nüchternheit fehle, bestehe die Gefahr, dem „Faszinosum“ der Andersartigkeit zu erliegen.