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  • Author or Editor: Klaus Unterburger x
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In: Die Academia Theodoriana
In: Dès le début
In: Lorenz Jaeger als Theologe
In: Religionsfreiheit und Pluralismus
In: Katholizismus zwischen Religionsfreiheit und Gewalt
In: "In wilder zügelloser Jagd nach Neuem"
In: Eugenio Pacelli als Nuntius in Deutschland
In: Lorenz Jaeger als Kirchenpolitiker
Eine Edition von herausragender Bedeutung: Der Schlussbericht Eugenio Pacellis über die Lage der Kirche in Deutschland vom 18. November 1929. Er wird hier erstmals in einer kritischen Edition vorgelegt: Der italienische Originaltext wird synchronoptisch der kommentierten Übersetzung ins Deutsche gegenübergestellt. Eine ausführliche Einleitung geht dem Text voran. Zwölf Jahre (1917–1929) verbrachte der spätere Papst Pius XII. (1939–1958) als Nuntius in Deutschland. Fast täglich hat er über die politische und religiöse Situation nach Rom berichtet – zunächst aus München, dann aus Berlin. In seinem Schlussbericht kommen seine Haltung zum deutschen Vereins- und Laienkatholizismus, zur Zentrumspartei und zur Weimarer Republik, zur Priesterausbildung und sein Urteil über die entscheidenden Funktionsträger in Staat und Kirche zum Ausdruck. Nun versteht man angesichts seines äußerst negativen Votums über Kardinal Bertram, warum Pacelli auch als Papst kein vertrauensvolles Verhältnis zum Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz aufbauen konnte. Außerdem werden die entscheidenden 'deutschen' Prägungen Pacellis deutlich (Scheitern der Friedensinitiative 1917, 'Kulturkampftrauma'), die sein späteres Handeln als Oberhaupt der Kirche – Stichwort: das 'Schweigen' des Papstes zum Holocaust – entscheidend mitbestimmten. In seinem Schlussbericht fließen Pacellis Erfahrungen in Deutschland zusammen: Eine faszinierende Quelle, die nicht nur den Diplomaten, sondern auch den Seelsorger und Menschen in neuem Licht erscheinen lässt.
Entwicklungslinien eines katholischen Lernprozesses
Von strikter Ablehnung bis zur entschiedenen Verteidigung der Religionsfreiheit reicht das Spektrum der offiziellen Haltung der katholischen Kirche. Die Position zur Frage der Religionsfreiheit ist durch unterschiedliche Phänomene gekennzeichnet: Einerseits durch eine strikt antimodernistische Haltung, die eine entschiedene Ablehnung der Religionsfreiheit einschloss, andererseits durch eine entschiedene Befürwortung von Menschenrechten und Demokratie im Allgemeinen und der Religionsfreiheit im Besonderen. Als Zeitpunkt der Wende von der Ablehnung zur Befürwortung der Religionsfreiheit wird dabei in der Regel das Zweite Vatikanum betrachtet. Die Frage ist: Wie konnte es zu einer solchen »kopernikanischen Wende« kommen? Welcher »Lernprozess« führte – an der katholischen Basis bzw. im katholischen Milieu, in der wissenschaftlichen Theologie sowie in der Amtskirche – zu einem Umdenken in der Frage der Religionsfreiheit?