in West-Eastern Mirror
in Friedrich Schlegel und Friedrich Nietzsche
in Friedrich Schlegel und Friedrich Nietzsche
in Friedrich Schlegel und Friedrich Nietzsche
in Bildung und Freiheit
Transzendentalpoesie oder Dichtkunst mit Begriffen
HerausgeberIn: Klaus Vieweg
Das ungeklärte Verhältnis zwischen Literatur und Philosophie, zwischen dem Heer der Metaphern und der Phalanx des Begriffs, zwischen Imagination und begreifendem Denken läßt einen komparativen Rückgriff auf Friedrich Schlegels Konzept der Transzendentalpoesie und Nietzsches Gedanken einer Dichtkunst mit Begriffen als besonders produktiv erscheinen. Richard Rorty zufolge wird die moderne Literatur und Philosophie seit 1800 von der Tradition des Ironistischen geprägt, es vollziehe sich eine Art Literarisierung der Kultur. Diese Ironik setze auf ständig sich verändernde literarische Neubeschreibungen, auf das Schaffen von innovativen Vokabularen, womit an die Stelle von Argumentation und logischem Diskurs literarisches Geschick und Literaturkritik trete. Nietzsche brachte diese neue Konstellation von Literatur und Philosophie treffend auf den Punkt: 'Der Philosoph erkennt, indem er dichtet, und dichtet, indem er denkt.' Es geht um die Grenzziehung zwischen Literatur und Philosophie, zwischen nicht-diskursiven und begrifflichem Denken, zwischen der Sprache der Vorstellung und der Sprache des Begriffs (Hegel), um die schwierige 'Arbeit an diesem Übergang' (Derrida).
in Bildung und Freiheit
in Bildung und Freiheit
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Die Kernthematik der Beiträge ist die Verbindung zweier geisteswissenschaftlichen Kernbegriffe: »Bildung« und »Freiheit«.
Während in den öffentlichen und fachlichen Debatten die Problemstellungen und Sachverhalte getrennt verhandelt werden, welche unter Bildung und Freiheit gefasst sind, soll der intrinsische Zusammenhang beider Begriffe im Anschluss an Hegels elaborierte Bildungstheorie untersucht werden. Erst mit diesem Zugang gewinnt das Begriffspaar eine analytische Kraft, um Problemfelder moderner Gesellschaften nicht nur zu begreifen, sondern transdisziplinäre Perspektiven zu eröffnen, die aus den Dilemmata und Blockaden herausführen, welche sich in den gegenwärtigen Debatten um Bildung zunehmend zeigen. Vertreten sind Beiträge aus Philosophie, Bildungsforschung, Soziologie, Politikwissenschaft und Rechtswissenschaft.