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Periodicals, Biography, and Nationalism in the Early Republic
»The Professionalization of the American Magazine« zeigt auf, dass hinter den oft angenommen idealistischen Gründen für die Publikation von Zeitschriften in der frühen amerikanischen Republik viel häufiger als angenommen ein bloßes Profitstreben stand.
Auf einer breiten Basis von Primärliteratur und Archivalien analysiert die Studie die Zeitschriftenproduktion in ihrer Gesamtheit, die Publikationsgeschichte des in Philadelphia erschienenen Magazins »Port Folio« sowie die Zeitschrift in ihrer Rolle im Nationaldiskurs während des Krieges von 1812. Über die Kurzbiographie als exemplarisches Genre zeigt sie klar auf, wie Zeitschriften in der frühen Republik funktionierten, welche Zwänge und Möglichkeiten zur Gestaltung sie besaßen und wie ihre komplexen Zusammenhänge nur unter dem Gesichtspunkt eines finanziellen Profitstrebens erklärbar werden.
Author: Frank Obenland
Hawthornes Werk ist über die Jahrhunderte hinweg kontinuierlich rezipiert worden. Seine zentrale Bedeutung für den amerikanischen Roman ist nach wie vor unbestritten. Die Arbeit beleuchtet die Verknüpfung von literarischer Ethik und romantischer Religiosität und unternimmt eine umfassende Neubewertung von Hawthornes Erzählungen und Romanen im Kontext der spirituellen, religiösen, und mentalitätsgeschichtlichen Veränderungen des 19. Jahrhunderts. Nach der formalen Trennung von Kirche und Staat in der Revolutionszeit kennzeichnete eine Vielfalt von religiösen Gruppen und Glaubensrichtungen das spirituelle Leben der amerikanischen Republik. In der Folgezeit entwickelte die Koexistenz von religiösen und säkularen Deutungshorizonten einen prägenden Einfluss auf das Selbstverständnis der Nation und auf die Herausbildung individueller Lebensformen. Hawthorne reflektiert diesen Dialog zwischen spiritueller Erfahrungswelt und Säkularisierung des öffentlichen Lebens.
American Transcendentalism and the Aesthetic Critique of Modernity
Author: Clemens Spahr
Der Transzendentalismus ist ein fester Bestandteil der amerikanischen Literatur und Kulturgeschichte. Die starke Konzentration auf die kanonisierten Figuren Ralph Waldo Emerson und Henry David Thoreau hat allerdings zu einer erheblichen Verkürzung dieser spätromantischen Bewegung geführt.
Radical Beauty zeigt, dass der amerikanische Transzendentalismus eine Bewegung junger Intellektueller war, die einem utopischen Streben nach Ganzheitlichkeit Ausdruck verlieh, einer Ganzheitlichkeit, die sich besonders in der ästhetischen Erfahrung abzeichnete. Ausgehend von den ästhetischen Theorien Theodor Adornos und Ernst Blochs wird gezeigt, dass die neuenglischen Intellektuellen die ästhetische Erfahrung des Einzelnen auch immer als Vorschein der gesellschaftlichen Utopie sah. Die Studie revidiert das vorherrschende Bild der Transzendentalisten als idealistische Individualisten, indem sie zeigt, dass die ästhetische Utopie immer eine sozialradikale Dimension birgt.
In: Machtphantasien in englischsprachigen Faust-Dichtungen: Funktionsgeschichtliche Studien
Internationales Symposium des Ibero-Amerikanischen Instituts PK 24.-26. September 1992 in Berlin
Series:  Humboldt-Studien
National identity and the Totalitarian Other
Author: Stefan Hirt
Hitler in den USA - vielfältige und oft widersprüchliche Bilder von Adolf Hitler können als Spiegel US-amerikanischer Identität gelesen werden, um dominante Macht- und Freiheitsvorstellungen zu entlarven.
Ein Bild ist immer mehr als nur »Bild«. In einem Bild sammeln sich die Wünsche, Ängste und Vorstellungen einer Kultur. Ein Bild kann aber auch ein Instrument sein. So haben die Nationalsozialisten Hitler nicht einfach nur dargestellt, sondern sein Bild für ihre Politik instrumentalisiert. Stefan Hirt geht der Frage nach, was mit diesem »Hitler-Bild« passiert ist, als es auf die US-amerikanische Pop-Kultur traf: wie wurde es von der US-amerikanischen Tradition gefiltert, zu welchen Projektionen lud es ein, wie wurde es schließlich zu einem der großen Verkaufsschlager dieser Pop-Kultur? Und: Was sagt uns der Wandel dieses Bildes über die USA und ihr Bild von sich selbst?
Author: Lilian Chaitas
Das literarische Feld sei ein Mikrokosmos des sozialen Wettbewerbs um Status und Prestige – so Pierre Bourdieu. Dementsprechend rücken zwangsläufig Strategien in den Fokus des Interesses, mittels derer sich Literaturproduzenten wie -rezipienten positionieren und die erkämpfte Position behaupten. Dieser Kampf wird bestimmt durch die Logik des Sich-Abgrenzens und Sich-Abhebens von anderen.
Als historisch breit angelegte Fallstudie des 20. Jahrhunderts zeichnet die vorliegende Untersuchung die im Feld der amerikanischen Lyrik vorherrschenden Machtkämpfe um (Be-)Deutungshoheit nach. Die Profilierung des Strategiebegriffs als zentrales Analyseinstrument ermöglicht es, einerseits Strategien der Selbstwahrnehmung und Selbstpositionierung und andererseits der Wahrnehmung und Positionierung von anderen Akteuren zu identifizieren. Distinktionsstrategien umfassen den Einsatz eines Arsenals von Kampfbegriffen, an denen sich der literarische Diskurs im Laufe des Jahrhunderts kontinuierlich unter sich verändernden literarhistorischen Vorzeichen abarbeitet.
Author: Martina Bross
Versions of Hamlet: Poetic Economy on Page and Stage takes a fresh look at an old textual problem: Instead of arguing the case for one of the three early Hamlet texts as »the one«, the book presents a new analytical approach which allows us to see different Hamlet versions and the interpretations emerging from them side by side.
Using a corpus which not only includes the three early printed texts but also 24 stage versions of the play, the book introduces an analytical method based on an assumption voiced by writers through the ages, namely that every part of a literary work belongs to a functional whole. Apart from making the relation between textual alterations and changing interpretations of the Hamlet texts visible, this study is the first to present a systematic overview of this principle of »poetic economy«.