Der Kampf um Rom und seine Inszenierung
Author: Magnus Pahl
Am 18. Mai 1944 war die Schlacht um den Monte Cassino für die Wehrmacht verloren. Die Alliierten hatten den umkämpften „Wellenbrecher Cassino“, wie ihn die deutsche Propaganda nannte, nach knapp einem halben Jahr schwerer Kämpfe eingenommen und drangen auf Rom vor. Goebbels Propaganda aber agierte so geschickt und nachhaltig, dass viele Deutsche bis auf den heutigen Tag mit den Namen „Monte Cassino“ in erster Linie einen letzten deutschen Abwehrsieg und keine verlorene Schlacht verbinden. Insbesondere das Bild unbesiegter deutscher Fallschirmjäger prägt oft das Klischee bei militärgeschichtlich Interessierten. Aber sogar die wissenschaftliche Literatur übernahm diese Propagandainhalte.
Magnus Pahl hinterfragt in seinem Buch den Mythos der deutschen Kampfkraft bei Cassino. Er wirft dabei den Blick aber ebenso auf die multinationalen Streitkräfte der Alliierten, unter denen das neuseeländische wie auch das polnische Kontingent eine besondere Rolle spielte. Monte Cassino ist auf seine Weise auch ein europäischer, ja globaler Erinnerungsort des Zweiten Weltkriegs. In diesem Sinne ist dem Band ein Geleitwort des polnischen Militärhistorikers Zbigniew Wawer beigegeben.
Ein zuverlässiger Überblick über die Auslandseinsätze der Bundeswehr, ihren Verlauf und ihre Stellung in der nationalen und internationalen Sicherheitspolitik seit dem ersten Einsatz 1960. Der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan, sein Zweck und seine Berechtigung werden permanent diskutiert. Dies gilt auch für andere Einsätze. Dieser Diskussion stellt sich das Buch. Es bietet kritische Informationen über Möglichkeiten und Grenzen internationaler bewaffneter Konfliktlösung, über die sicherheitspolitischen Entscheidungsstrukturen in Deutschland, in UNO, NATO und EU, über die Entwicklung der Bundeswehr zur Einsatzarmee, über ihr Selbstverständnis und über den Wandel der Einstellungen der deutschen Gesellschaft zu diesem Fragenkomplex.
Usbekistan ist schon seit 2001 der »Flugzeugträger« für den Nachschub des ISAF-Einsatzes und damit auch der Bundeswehr in Afghanistan.

Das Land an der sagenumwobenen Seidenstraße hat eine Schlüsselrolle in Zentralasien, nicht nur für den aktuellen deutschen Einsatz oder seiner Rohstoffe wegen, um die EU, Russland und China immer stärker konkurrieren. Seit der Antike schon hat das Vielvölker-Land immer eine Brückenfunktion zwischen Europa und Indien/China gehabt. Seine Geschichte, Kultur, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft bis hin zur aktuellen Umweltkatastrophe Aralsee werden hier von ausgewiesenen Experten allgemeinverständlich dargestellt.