In: Handeln Gottes - Antwort des Menschen
In: Sühne, Martyrium und Erlösung?
Opfergedanke und Glaubensgewissheit in Judentum, Christentum und Islam
Das Thema des religiösen Opfers spielt im Judentum, Christentum und Islam eine zentrale Rolle. Wie aber wirkt sich der Blick der Anderen auf Sühne, Martyrium und Erlösung auf das eigene Verständnis aus? Welche Herausforderungen entstehen für eine komparative Theologie? Der vorliegende Band nimmt sowohl theologische als auch religionshistorische Überlegungen und Ereignisse in den Blick, die den Opfer- und Martyriumsgedanken der drei abrahamitischen Religionen Judentum, Christentum und Islam mitbestimmen. Sie erfahren in der Gegenwart pazifizierende und Gewalt legitimierende Neudeutungen. Vor diesem Hintergrund wird der Frage nachgegangen, ob das Opfer - im äußersten Fall das Martyrium - jeweils einer »erlösenden« Vergewisserung der Gottesbeziehung dienen kann, ohne dass die Gewalt in den Mittelpunkt des Geschehens und der Deutungen rückt. Oder ist es doch eher Ausdruck einer gewaltförmigen religiösen Selbst- und Gottesvergewisserung?
Fragen der Ethik und des Handelns Gottes im christlich-muslimischen Dialog.
Aus dem christlich-muslimischen Dialog kommen Impulse für die Wahrnehmung des Handelns Gottes und für ethische Überlegungen in einer immer pluraler werdenden Gesellschaft. Von besonderer Bedeutung ist in diesem Kontext die Frage nach der Freiheit des Menschen und die menschliche Verantwortung Gott gegenüber.
Bekannte Theologen und Theologinnen aus Islam und Christentum fragen nach dem Handeln Gottes und der Ethik. Dabei kommen insbesondere moderne Konzepte beider Religionen zur Ethikbegründung zum Tragen sowie die Auseinandersetzung um die Frage nach einem besonderen Handeln Gottes in der Welt, die Christologie und die Theodizeefrage.