Gewalt und Christianisierung im Mittelalter
HerausgeberInnen: Martin Kroker und Hermann Kamp
Der Einsatz von Gewalt und die Verflechtung mit Eroberungsabsichten kennzeichneten immer wieder die Christianisierung im Mittelalter. Der Auftrag zur Verbreitung des Glaubens ist in keiner Religion so ausgeprägt wie im Christentum. Schon im 6. Jahrhundert bemühte sich Papst Gregor der Große, den christlichen Glauben bis an die Ränder der Welt auszudehnen. Dieses Bestreben blieb bis zum Ende des Mittelalters erhalten, da im Norden und Osten Europas noch immer Heiden lebten. Missionierung verband sich nicht selten mit Machtinteressen. Der heidnische Kult rechtfertigte Kriegszüge der christlichen Herrscher und auch besondere Grausamkeit. Der Vergleich zwischen den Sachsenkriegen Karls des Großen, den Eroberungen slawischer Gebiete, der Politik des Deutschen Ordens im Baltikum, dem ersten Kreuzzug in die Levante und anderen Konflikten macht Folgen und Rechtfertigungsmuster sichtbar.
in Schwertmission
in Schwertmission
in Schwertmission
in Schwertmission
Von der Benediktinerabtei zur evangelischen Kirche Paderborns
Das 1016 gegründete Kloster Abdinghof in Paderborn zählt zu den ältesten und bedeutendsten Benediktinerabteien Westfalens. Vor 150 Jahren übergab der preußische Staat die Kirche des aufgelösten Klosters der evangelischen Gemeinde Paderborn. Aus Anlass dieses Doppeljubiläums nimmt sich ein interdisziplinäres Forscherteam der bislang nur unzureichend aufgearbeiteten Geschichte des Abdinghofs an. Der Bogen wird dabei von der Gründungsgeschichte über Blütezeit und Krisen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit bis zu bau- und kunstgeschichtlichen Aspekten geschlagen.