Internationale Beziehungen 1785-1830
AutorIn: Michael Erbe
Die strukturellen Bedingungen, die Akteure und die Verlaufsgeschichte der internationalen Beziehungen in der großen Umbruchzeit vor und nach 1800 sind das Thema dieses Bandes. Er beginnt in den mittachtziger Jahren des 18. Jahrhunderts, als das europäische Gleichgewicht und mit ihm die politische Weltordnung noch festgefügt schienen, und endet im Revolutionsjahr 1830. Jeweils 18 Karten und Abbildungen illustrieren den Text. Ein großes Buch über eine bewegte Zeit.
Internationale Beziehungen 1648/1659-1713/1714
AutorIn: Klaus Malettke
HerausgeberInnen: Heinz Duchhardt und Franz Knipping
Band 3 des HGIB behandelt eine Zeit, die weithin noch im Zeichen des bourbonischhabsburgischen Gegensatzes stand. Der Westfälische Frieden und der Pyrenäenfrieden ersetzten das von Habsburg-Spanien dominierte Staatensystem durch ein von Frankreich geführtes multipolares System. Nach den Friedensschlüssen von Nijmegen schien Ludwig XIV. der Verwirklichung der französischen Hegemonie sehr nahe gekommen zu sein. Ihr dauerhafter Ausbau scheiterte jedoch an der wachsenden Solidarität der durch Frankreich bedrohten Staaten, an dem sich unter Führung der Seemächte formierenden Widerstand im Zeichen des Gleichgewichtsprinzips (Tripel-Allianz, Ausbildung des französisch-englischen Gegensatzes) und an der Überforderung der wirtschaftlichfinanziellen Möglichkeiten Frankreichs. Hinzu kamen die politischen Veränderungen durch die »Glorious Revolution«, die sich im Dritten Nordischen Krieg vollzogen.
Geprägt wurde diese Epoche auch durch den Abstieg bisheriger Großmächte (Spanien, Schweden, Osmanisches Reich) und den Aufstieg neuer Mächte wie das Russland Peters des Großen. Die österreichischen Habsburger konnten ihre Positionen nach dem Tiefpunkt von 1648 durch eine geschickte Reichspolitik und durch Erfolge gegen die Osmanen wieder stärken.