Search Results

You are looking at 1 - 10 of 19 items for

  • Author or Editor: Michael May x
  • Search level: All x
Clear All
De Maistres Papst, Stirners Einziger, Jean Pauls Himmelsstürmer
Author:
Der titanenhafte Mensch – welche Form er in sozialphilosophischen Überlegungen annehmen kann, wird an drei vermeintlich ungleichen Denkern der Revolutionszeit zwischen 1789 und 1848 veranschaulicht. Der Reaktionär Joseph de Maistre, der Anarchist Max Stirner und der Dichter Jean Paul entwerfen Idealtypen des übergroßen Einzelnen: Papst, Einziger und Himmelsstürmer. Utopische Hoffnungen kommen zum Ausdruck, aber auch das Wissen um ein Scheitern, das schon die Titanen der altgriechischen Mythologie verfolgte, nicht weniger als die Titanismen der Moderne. Dabei eröffnen sich mannigfaltige Themenkreise, gekennzeichnet etwa durch die Pole Utopie und Realistik, Liebe und Gewalt, Vernunft und Irrationalismus, Toleranz und Intoleranz, Ruhe und Raserei, Opfer und Selbstbehauptung, Transzendenz und Immanenz, Moderne und Gegenmoderne. Als Kontrastmittel zu den heute tonangebenden liberalen Demokratien provozieren die vorgestellten Gesellschaftsmodelle eine Auseinandersetzung mit den eigenen, grundlegenden politischen Entscheidungen.
In: Pädagogische Reform im Horizont der Globalisierung
Band 1: Altertum und Frühmittelalter
Das vorliegende Handbuch der Religionsgeschichte ist ein Novum für den deutschsprachigen Raum: Hier wird nicht Kirchengeschichte nachgezeichnet, sondern die wesentlichen Züge der jeweils zeittypischen Spiritualität, Frömmigkeit und Volksreligion innerhalb und außerhalb des amtskirchlich vorgegebenen Rahmens. Die Darstellung kombiniert den historischen mit dem religionsphänomenologischen Zugang: Einerseits wird die Entwicklung der dominierenden Formen der christlichen Religiosität in den einzelnen Epochen bzw. Konfessionen umrissen, andererseits die Hauptmomente ihrer Vermittlung und Manifestationen in ihren jeweils charakteristischen Ausdrucksformen vorgestellt. Es geht um Kommunikation religiöser Vor-stellungen und Normen durch die Katechese in Wort und Bild, um die Vor-stellungswelt (Gott, Engel, Heilige, Dämonen, Tote, Jenseits), um die domi-nierenden Erlebnisweisen von Religion einschließlich der geschlechtsspezi-fischen, aber auch um die Numinosität der natürlichen und menschen-ge-schaffenen Dinge, des Raumes und der Zeit, um die zahllosen Formen, in denen Frömmigkeit gelebt wurde: Liturgie, Gebet, Wallfahrt, geistliches Spiel, Meditation, und es geht um das Selbstverständnis des Gläubigen als 'homo religiosus'. Auch die Religiosität des Judentums ist berücksichtigt.
»Globalisierung« ist heute der Horizont, zu dem das Individuum sich mit Blick auf die Welt verhalten muss.
Die Dynamik der Globalisierung setzt pädagogisches Denken und Handeln in einer neuen Qualität unter Druck, das Weltverhältnis und Weltverständnis des Einzelnen auf die Herausforderungen der Weltgesellschaft abzustimmen. Der globale Horizont nötigt insbesondere dazu, die Möglichkeiten und Grenzen pädagogischer Reform immer wieder neu auszuloten. »Pädagogische Reform im Horizont der Globalisierung« knüpft in diesem Sinn an die vielfältigen Bemühungen um das Verständnis »Globaler Bildung« bzw. von »Bildung in der Weltgesellschaft« an. Verbunden wird dieser Diskussionszusammenhang mit den Impulsen pädagogischer Reform, wie diese exemplarisch in der sogenannten »Reformpädagogik« formuliert wurden. Der Band zeichnet in sieben Beiträgen einige wesentliche Motivlagen der Verschränkung dieser Perspektiven nach.
Wenn es keine letzten Sinnbestimmungen mehr gibt, dann stellt sich die Frage, warum bestimmte Bedeutungen, Ordnungsvorstellungen und ihnen entsprechende Praktiken dennoch scheinbar als selbstverständlich gelten.
Eine Begründung, die auf rationaler Basis das Vernünftige vom Unvernünftigen, das Sinnvolle vom Sinnlosen, das Wahre vom Unwahren trennt, ist kaum noch vorstellbar, wenn die Kriterien für eine Abgrenzung selbst umstritten bleiben. Aber dominante oder hegemoniale Sinnordnungen bleiben dennoch umstritten: Sie müssen ihre Akzeptanz und Bindungskraft gegen konkurrierende Perspektiven immer wieder neu hervorbringen und verteidigen. Dies mag einerseits durch die Abgrenzung gegenüber dem als »unvernünftig« oder »sinnlos« Etikettierten geschehen; andererseits wird es aber auch darauf ankommen, für die eigene »Vernünftigkeit« zu werben. Es wird autorisierende Verführungsstrategien geben, die auf unterschiedliche Weise die Bindung an das scheinbar Selbstverständliche sichern sollen.
In pädagogischen Diskursen erscheint »Heterogenität« derzeit als Zauberformel, die aber viele Fragen offen lässt. Der Band bemüht sich aus bildungsphilosophischer Perspektive um Klärung. Zur Unschärfe des Begriffs »Heterogenität« trägt nicht nur die Vielzahl der Kategorien bei, auf die er verweist wie Leistung, Alter, Geschlecht, Behinderung, soziale Herkunft, Ethnizität. Unklar ist auch, welche philosophischen und gesellschaftstheoretischen Konzepte ihm zugrunde liegen, in welchem Verhältnis zu anderen Termini wie Diversity, Alterität oder Pluralität der Begriff steht. Welche Prämissen und Geltungsansprüche sind mit der Rede von Heterogenität verbunden? Was hat die Bildungs- und Erziehungsphilosophie zur Klärung der Sachfragen beizutragen?
Unsere Gesellschaft, die religiös und weltanschaulich vielfältig geprägt ist, unterliegt einem Wandel, der sich auch auf die Bedeutung der Religion in der Öffentlichkeit auswirkt.
Diese Veränderungen waren Gegenstand einer interdisziplinär besetzten Tagung, die sich mit den Folgen für die gewachsenen bisherigen Strukturen im Verhältnis von Staat und Religionsgemeinschaften befasste. Dabei wurden auch die Einschätzung der Politik und der Religionsgemeinschaften sowie die Perspektive der europäischen Nachbarn mit einbezogen.