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In: Globales Gemeinwohl
In: Ressourcen - Lebensqualität - Sinn
Gerechtigkeit für die Zukunft denken
Wer sich heute der Gerechtigkeitsfrage stellt, ist mit den krisenhaften Entwicklungen der sozialen und ökologischen Lebensgrundlagen, der globalisierten Wirtschaft und der politischen Steuerung konfrontiert. Das Buch eröffnet neue Zugänge zur Gerechtigkeitsfrage aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen (Klimaforschung, Entwicklungspolitik, Ökonomie, Soziologie, Geschichtswissenschaften, Philosophie, Theologie). Drei Themenkreise stehen im Mittelpunkt: anthropologische und ökologische Voraussetzungen der Gerechtigkeitsfrage, ökonomische und soziale Bedingungen einer sozialethischen Kriteriologie der Gerechtigkeit und weltanschauliche und religiöse Ressourcen der Gerechtigkeitsreflexion. Dieser innovative Beitrag zur interdisziplinären Gerechtigkeitsdebatte fokussiert die Erträge in der Perspektive christlicher Sozialethik.
Sozialwissenschaftliche und sozialethische Analysen
„Gemeinwohl“ (Common Good) galt über lange Zeit als eine Schlüsselkategorie christlicher Sozialethik. Diese Selbstverständlichkeit ist einem selbstkritischen Sozialkatholizismus sowohl in der Theorie als auch im politisch-ethischen Praxisbezug abhandengekommen. Ist der Appell an die Gemeinwohlverpflichtung mehr als ein diffuses und hilfloses Postulat? Lässt sich, zumal unter den Bedingungen globaler Verflechtungen und Abhängigkeiten, mit dieser Kategorie sozial-ethische Relevanz erzeugen? Wie verhält sich die Vorstellung einer sozialen Ganzheit zu der Pluralität von Vorstellungen des guten Lebens und zu der Vielheit von Interessen? Was legitimiert und welche Akteure tragen eine soziale Ordnung? Wie verhält sich eine Theorie des Gemeinwohls zu Theorien öffentlicher Güter (Commons) – angesichts internationaler Herausforderungen wie Migration, Klimapolitik, Welthandel oder Finanzmarktregulierung? Die Beiträge des Bandes gehen zurück auf die Jahrestagung 2019 der „Arbeitsgemeinschaft Christliche Sozialethik“, die der Frage nach dem „globalen Gemeinwohl“ gewidmet war.
Sterben im Krieg von der Antike bis zur Gegenwart
Die Geschichte des Krieges als Geschichte des Todes zu schreiben, führt ins Zentrum einer Militärgeschichte als Geschichte organisierter Gewalt. Das gegenseitige Töten und die Toten bilden eine elementare Herausforderung kriegerischen Planens, Handelns und Denkens. Jede Gesellschaft, heroisch oder postheroisch, ist auf die Unterstützung zumindest eines Teiles ihrer Mitglieder angewiesen, um Kriege zu führen. Der Rechtfertigungsdruck, den Kriege erzeugen, nimmt durch Anzahl und Qualität der Kriegstoten zu. Diese werden heroisiert, marginalisiert, ökonomisiert, kontextualisiert oder geleugnet.