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In: Gemeinschaft

Abstract

Organizing Democracy. Role and Function of NS-Memorial-Sites as Agents of Social Transformation

Today, NS-memorial sites in Germany are conceived, addressed, and perceived as state funded places of learning. Discussions about transnationalization, about the death of the last survivors, and a growing presence of right wing (memory-)politics is challenging their work. In order to trace the NS-memorial sites as pedagogical organizations, we focus on their role in processes of ›Organizing Democracy‹ in the context of an ›Education after Auschwitz‹.

In: Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Pädagogik
Die Utopie der Gemeinschaft beruht auf authentischer Nähe und sozialer Geborgenheit. Sie ist getragen von dem Versprechen, die Zerrissenheit moderner Gesellschaften zu überwinden.
Der romantische Traum einer »wahren Gemeinschaft« nimmt im 19. Jahrhundert Gestalt an und wird bestimmend für die meisten der reformpädagogischen Strömungen: Es ist die ursprüngliche und unmittelbare Gemeinschaft, die durch Authentizität und Harmonie gekennzeichnet ist und eine ganzheitliche Entwicklung von Kindern garantieren soll. Diese Vorstellung richtet sich gegen moderne Phänomene wie Industrialisierung, Vereinzelung oder gegen die unmenschlichen Folgen des Rationalismus, deren Übermacht jede Gemeinsamkeit und Menschlichkeit zerstöre. Und auch heute – angesichts verschärfter Optimierungs- und Selektionsforderungen – scheint dieser letztlich gegen die Moderne gerichtete Traum einer harmonischen Gemeinschaft seine Faszinationskraft nicht verloren zu haben. Das ist nach den Erfahrungen des 20. Jahrhunderts, in dem der Gemeinschaftsbegriff zur Legitimation totalitärer Herrschaftsordnungen diente, zumindest erklärungsbedürftig.