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In: Die Academia Theodoriana
Die Frühromantik im Symposion der „Athenaeums-Fragmente“
In kritischer Auseinandersetzung mit der aktuellen Forschung wird eine paradigmatische Lektüre der »Athenaeums-Frag-mente« und zugehöriger Texte der Jenaer Frühromantik als eines paradoxen Projekts vollendeter Mitteilung entwickelt.
Die Romantik bleibt kontrovers: Manchen gilt sie als progressiv, anderen als repressiv und totalitär. Am Beispiel der »Athenaeums-Fragmente« und anderer Schriften der Frühromantik wird argumentiert, dass einer der wichtigsten Gründe für die Ambivalenz und Aktualität der Romantik in ihrem widersprüchlichen, ironischen und fragmentarischen Streben nach vollendeter Mitteilung liegt. Statt zwischen Schlegels Tendenzen zu Freiheit und Totalität zu entscheiden, werden die Gespräche zwischen Autoren und Texten rekonstruiert, die sein Projekt ermöglicht und die in Platons Symposion über den Eros ihr wichtigstes Vorbild und zugleich ihren ältesten Dialogpartner finden.
Der Weg zum hauptstädtischen Kaisertum im Römischen Reich des vierten Jahrhunderts
Author: Felix K. Maier
Im 4. Jahrhundert n. Chr. etablierte Kaiser Theodosius das sogenannte Palastkaisertum und verbrachte einen großen Teil seiner Regierungszeit in Konstantinopel. Dieser wichtige Umbruch, der eine Tradition begründete, die in Ostrom bis ins 6. Jahrhundert n. Chr. andauern sollte, ist insofern erklärungsbedürftig, als sich die römischen Kaiser ab dem 3. Jahrhundert n. Chr. vor allem durch ihre Rolle als Verteidiger des Reiches an der Front legitimierten. Die vorliegende Studie analysiert, wie schon seit der Mitte des 4. Jahrhunderts Vorgänger von Theodosius eine Neudefinition des Kaisertums versuchten und auf welche Weise es erst Theodosius gelang, das Palastkaisertum als akzeptierte Form der Kaiserherrschaft zu etablieren.
Band 1: Altertum und Frühmittelalter
Das vorliegende Handbuch der Religionsgeschichte ist ein Novum für den deutschsprachigen Raum: Hier wird nicht Kirchengeschichte nachgezeichnet, sondern die wesentlichen Züge der jeweils zeittypischen Spiritualität, Frömmigkeit und Volksreligion innerhalb und außerhalb des amtskirchlich vorgegebenen Rahmens. Die Darstellung kombiniert den historischen mit dem religionsphänomenologischen Zugang: Einerseits wird die Entwicklung der dominierenden Formen der christlichen Religiosität in den einzelnen Epochen bzw. Konfessionen umrissen, andererseits die Hauptmomente ihrer Vermittlung und Manifestationen in ihren jeweils charakteristischen Ausdrucksformen vorgestellt. Es geht um Kommunikation religiöser Vor-stellungen und Normen durch die Katechese in Wort und Bild, um die Vor-stellungswelt (Gott, Engel, Heilige, Dämonen, Tote, Jenseits), um die domi-nierenden Erlebnisweisen von Religion einschließlich der geschlechtsspezi-fischen, aber auch um die Numinosität der natürlichen und menschen-ge-schaffenen Dinge, des Raumes und der Zeit, um die zahllosen Formen, in denen Frömmigkeit gelebt wurde: Liturgie, Gebet, Wallfahrt, geistliches Spiel, Meditation, und es geht um das Selbstverständnis des Gläubigen als 'homo religiosus'. Auch die Religiosität des Judentums ist berücksichtigt.
Plädoyer für eine freie Religionswissenschaft
Religion wird heute in den profanen Wissenschaften als Teil der Kulturwissenschaften gesehen. Folglich gelten für die Erforschung der Religion die gleichen Regeln wie in den übrigen Wissenschaften. Die herkömmliche Theologie an den Theologischen Fakultäten verstößt vor allem in ihrer katholischen Variante in vielen Punkten gegen die Regeln der freien Lehre und Forschung.
In der katholischen Theologie benötigen alle Lehrenden und Forschenden die Zustimmung der Vatikanischen Studienkongregation und der Ortsbischöfe (missio canonica), die zu jeder Zeit entzogen werden kann. Mit dieser Praxis kommt es aber in der Erforschung der Religion und des Christentums zu deutlichen Verzerrungen der Sichtweisen und der Forschungsergebnisse.
Aus diesem Grund plädiert dieses Buch für eine konsequent freie Religionswissenschaft, ohne Monopolansprüche auf christliche Wahrheiten, auch ohne den Anspruch auf Überlegenheit über andere Religionen und Kulturen, ohne die Abwertung von alternativen christlichen Glaubensformen als »Ketzer« und »Häretiker«.
Von Metternich bis Helmut Schmidt
Der Wandel von Politik und Gesellschaft seit der Französischen Revolution und die damit einhergehende Notwendigkeit, das eigene Handeln gegenüber der Öffentlichkeit zu rechtfertigen, hatte erhebliche Auswirkungen auf das Handeln vieler Politiker. Die Beiträge nehmen in den Blick, wie z. B. Otto von Bismarck, Franz von Papen, Konrad Adenauer, Helmut Schmidt oder Michail Gorbacˇëv mit dem Verlust des Amtes umgingen und wie sie versuchten, auf die Politik weiterhin direkt oder indirekt Einfluss auszuüben.
Von der Jesuitenuniversität zur Theologischen Fakultät Paderborn 1614-2014
Die Geschichte der Paderborner Jesuitenuniversität erstreckt sich über 400 Jahre von ihren Anfängen im konfessionellen Zeitalter bis zur Theologischen Fakultät der Gegenwart.
Mit der Gründung der Universität 1614 wollte Fürstbischof Dietrich von Fürstenberg den katholischen Glauben im Bistum Paderborn stabilisieren. Die historische Entwicklung der ersten Universität Westfalens spiegelt exemplarisch das Kräftespiel von kirchlichen und politischen Interessen wider.
Zunächst bis zur Aufhebung des Jesuitenordens, dann bis zur Erhebung zur Theologischen Fakultät gilt besondere Aufmerksamkeit dem Bildungsideal der Jesuiten, Personen wie Friedrich Spee und Franz Stock, dem Kulturkampf, der Antimodernismuskrise, der Zeit des Nationalsozialismus und der Entwicklung nach dem II. Vatikanum, wie auch der Bau-, Kunst- und Bibliotheksgeschichte.
Unsere Gesellschaft, die religiös und weltanschaulich vielfältig geprägt ist, unterliegt einem Wandel, der sich auch auf die Bedeutung der Religion in der Öffentlichkeit auswirkt.
Diese Veränderungen waren Gegenstand einer interdisziplinär besetzten Tagung, die sich mit den Folgen für die gewachsenen bisherigen Strukturen im Verhältnis von Staat und Religionsgemeinschaften befasste. Dabei wurden auch die Einschätzung der Politik und der Religionsgemeinschaften sowie die Perspektive der europäischen Nachbarn mit einbezogen.
An der Nahtstelle eines tiefgreifenden Wandels des deutschen Katholizismus wurde 1962 die Kommission für Zeitgeschichte gegründet. Die quellennahe Aufarbeitung seiner Vergangenheit sollte als verlässliches Fundament für die Auseinandersetzungen über Gegenwartsfragen in Kirche und Gesellschaft dienen.
Der Band vereinigt Beiträge, in denen namhafte Historiker, Theologen, Soziologen und Politikwissenschaftler die Zusammenhänge von Zeitgeschichte und Gegenwart des Katholizismus beleuchten. Er ermöglicht eine aktuelle Ortsbestimmung der zeitgeschichtlichen Katholizismusforschung und bietet Perspektiven für die Zukunft an.