Was ist das Fundament und was der letzte Sinn unserer Wirtschafts- und Sozialordnung? 70 Jahre soziale Marktwirtschaft laden dazu ein, ihre christlich-sozialethische Grundierung wieder neu in den Blick zu nehmen.
200 Jahre nach der Geburt von Karl Marx und 10 Jahre nach der Finanzkrise sind die Fragen nach einer gerechten Gestaltung des Wirtschaftssystems von bleibender Aktualität. Aus der Perspektive katholischer Soziallehre gibt es keine ausbuchstabierte christliche Ökonomie. Auf der Grundlage ihrer Prinzipien ist allerdings nur ein Wirtschaftsmodell vertretbar, das gleichermaßen freiheitlich wie auch gerecht und solidarisch ausgestaltet ist. Die Frage nach den ethischen Grundlagen einer Marktwirtschaft, die das Prädikat „sozial“ trägt, soll hier neu gestellt werden. Dieser Band gibt darauf Antworten aus der Perspektive der Christlichen Sozialethik und der Moraltheologie.
Wegmarken einer spirituellen Moraltheologie
Das spezifische Profil der katholischen Moraltheologie ist angesiedelt im Spannungsfeld der Schlüsselbegriffe Gerechtigkeit und Liebe einerseits sowie Zeit und Ewigkeit andererseits. Das ist die Grundlage für ein gelingendes Leben aus der Kraft des Glaubens an den dreifaltigen Gott.
Moraltheologie wird verstanden als umgewandte, nicht als angewandte Dogmatik. Die Aussagen im Glaubensbekenntnis können also nicht einfach auf den Alltag des Christen angewandt werden, sie bedürfen der Deutung und Aufschlüsselung. Leitend ist die Frage: Was bedeutet der Glaube an den dreifaltigen Gott für das Leben und Handeln der Menschen?
In 13 Kapiteln werden basislegende Begriffe des Fachs aus unterschiedlichen Perspektiven – historischer Kontext, spirituelle Stationen – beleuchtet, um so Anforderungen einer modernen Moraltheologie aufzuzeigen.
in Der Mensch im Mittelpunkt
in Iustitia et caritas
in Gott - Mensch - Natur
in Armut und soziale Gerechtigkeit in Deutschland
in Ethik und Ewigkeit
in Ethik und Ewigkeit
in Ethik und Ewigkeit