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Aphorismen-Sammlung IV
Author: Reimar Hartge
Aphorismen, welche nicht krampfhaft nach Themen ausgesucht werden, sondern – jeweils dem Zufall überlassen – eben so auf einen ´herabregnen` dürfen, wie es das Schicksal für gut heißt, erweisen sich häufig als besonders gedankenanregend: Bezüglich der Notwendigkeit von Orientierung im Labyrinth unserer Lebensprobleme können sie die Funktion verlässlicher Wegweiser übernehmen. – Hat man aber den Ausgang des Labyrinths bereits entdeckt, dann eignen sich manche Aphorismen dazu, ganz neue – nun sogar horizonterweiternde Ideen zu stimulieren! –
Author: Reimar Hartge
Der Drang nach Menschlichkeit kennt bei dem, der sich darauf einlässt, kein Zögern und Zaudern. – Er bohrt sich – einer Quelle gleich – sogar durch hart abweisenden Fels! – Eigentlich müsste das Hinfinden zur Menschlichkeit etwas Selbstverständliches sein; doch rücksichtslos verlogenes Konkurrenzstreben, stur egoistisches Denken bei der Gefahrenabwehr und brutal feindliche Gesinnung lähmen die Suche nach Tugenden. – Menschlichkeit findet ihre Bedeutung im intuitiven Erkennen und Differenzieren möglicher Charakterstärken und -schwächen. – Mitmenschlichkeit strebt danach, eigene gewissenhaft geläuterte Persönlichkeit harmonisch heilsam in die Menschengemeinschaft einzubringen. – Im Idealfall sollten Menschlichkeit und Mitmenschlichkeit ´zusammenfließen`, wie Spektralfarben es tun. –
Author: Reimar Hartge
Der Ruf nach Wahrheit wirkt als moralischer Imperativ. – Hinter jedem Betrug steckt eine Lüge. – Die Lüge ist ein ´hilfloser` – da nur vermeintlicher – Schutzmechanismus gegen Gewissensbelastungen. – Lügen können als freche Verleumdungen auftreten, oder als Verlegenheits- bzw. Notlügen. Die Gerechtigkeit fordert, dass Lügen als Gewalt anzusehen sind und entsprechend bestraft werden. – Es ist nicht ungewöhnlich, dass Lügen lange persistieren, bis sie eines Tages demaskiert und ausgeräumt sind. – Wahr ist aber auch, dass schon mancher mit seiner unaufgeklärt gebliebenen eigenen Lebenslüge bis zum Tod belastet blieb. – Am perfektesten aufgebaute Lügen sind gewöhnlich für andere schwer durchschaubar. – Wo das Lügen bereits zur täglichen Nahrung geworden ist, dort ist das Elend dieser Welt besonders groß. – Aufrüttelnd wirkt jegliches ´Kriegsgeschehen`, wobei empathische Wahrheit in den Dreck gezogen wird: Da steht zuweilen ein Individuum allein gegen kollektive Kräfte des Bösen. – Mit ´Hilfe` unverschämter List von Lügen soll der Zweck die Mittel ´heiligen`. – Dabei gerät leider völlig in Vergessenheit, dass einzig ein auf dem Wege zur Wahrheit Sinn suchendes Bewusstsein die Bezeichnung ´heilig` verdient. – Auch in Zukunft wird der abgeklärte Mensch als Pilger in Richtung auf die Wahrheit unterwegs bleiben, und sich sogar dann zurechtfinden, wenn er irrtümlicher Weise mal auf einen lügnerischen ´Holzweg` gelangt ist. – Wir müssen uns um die wirklich wesentliche Wahrheit kümmern: Dann kümmert sich diese Wahrheit auch um uns.
Orientierung zwischen Gegensätzen
Author: Reimar Hartge
Längst vergangen sind Zeiten, in welchen man formal richtiges Verhalten nach gesellschaftlichen Benimmregeln eines Freiherrn von Knigge oder einer Frau von Pappritz erlernte. – Heute scheint alles Beliebige erlaubt zu sein. – Niemand nimmt mehr ein Blatt vor den Mund oder hält sich verschämt zurück. Jeder bedient sich ´frech` der Möglichkeiten, welche ihm situativ offen stehen. – Bei solch opportunistischem Ellbogengerangel sind Ethik und Moral in den Hintergrund getreten. – Ohne vom Gewissen gesponserte ´Abwägungen` wird besagtes Verhaltenschaos nicht zu überwinden sein. – Das hier präsentierte Büchlein stellt dem Leser ´Abzuwägendes` beispielhaft vor Augen. – Im Teil I (Ausführungen) nimmt der Autor seine Erörterungen mit persönlichen Worten vor. Im Teil II (Anhörungen) werden stattdessen Zitate berühmter Persönlichkeiten und auch Sprichwörter herangezogen. – Aspekte eines Pro und Contra bezüglich jeweils möglicher Verhaltensweisen verhelfen dem Leser im Einzelnen zu ´ausgewogener` Meinungsfindung. – Dabei erweist es sich, dass sogar die Entdeckung scheinbar unüberbrückbare Diskrepanz der Anschauungen anderer zur Findung eigener Ausgewogenheit hilfreich sein kann. –
Aphorismen-Sammlung III
Author: Reimar Hartge
Denkt man entspannt über den Tag hinaus, so bleibt man – um der Freude willen – unterwegs durch die Zeit. – Es findet sich da viel Raum für Symbole, Träume und Phantasien: Man ahnt, man spürt ... geschenktes Leben, eindrucksvoll vermittelt durch die befreiende Macht des Wortes, und es ´herrscht` Zufriedenheit. – Umhüllt von solch meditativer Aura, sieht man manches, was die Mehrzahl unserer Zeitgenossen noch nicht sieht; man bedenkt manches, was andere noch nicht bedenken, und man macht manches, was zu tun andere sich noch nicht entschließen können. – Seit je gibt es gute und schlechte Interpreten der Stimme eigenen Gewissens. Wie schwer fällt einigen doch die Erkenntnis, dass eine einzige Unze Friedensbereitschaft und Zufriedenheit mehr wert ist, als eine ganze Tonne von ´Kriegsglück` und Begierde! Wenn Du hervorbringst, was an guter Veranlagung in Dir versteckt liegt, dann wird Dich das, was Du da zutage förderst, erretten. Wenn Du aber nicht hervorbringst, was in Dir an Positivem verborgen ist, wird Dich das, was Du hervorbringst, zerstören.
Das Gewissen ist ein zuverlässiger Berater
Author: Reimar Hartge
Wie ein goldener Faden zieht sich die Bewunderung und Verehrung des Gewissens durch sämtliche Buchmanuskripte des Autoren. – Deshalb erschien es zwingend erforderlich, endlich einmal intensiv der Frage nachzugehen, was denn das Gewissen eigentlich sei, und in welcher Beziehung es zum Wissen steht. – Ein Christ wird wohl sagen: „Das Gewissen spricht zu mir als Mahnung im Sinne der zehn Gebote"; ein Moslem wird sagen: „Das Gewissen findet Ausdruck in einigen der zutiefst barmherzigen Suren“; ein Hindu wird seine Vorstellung vom Gewissen mit den überzeugendsten der heiligen Veda-Schriften in Verbindung bringen, und ein Buddhist verehrt Gott im Gewissen mit der andachtsvoll verlauteten Silbe ´Om`. – Jegliches Wissen – so beeindruckend es sich auch zu präsentieren vermag – schafft allenfalls Gewähr vom Gütegrad einer Wahrscheinlichkeit. Für die reine Wahrheit ist allein das Gewissen zuständig.
Lohnt es, unzeitgemäß zu sein?
Author: Reimar Hartge
Die meisten unserer Zeitgenossen wiegen sich wohl in der Illusion, am Puls der Zeit zu leben. Sie meinen, aus willkürlichen Strömungen alltäglichen Geschehens sämtliche zum Überleben notwendigen Erkenntnisse herleiten zu können. – Doch das wirklich Wesentliche ist nicht den Strömungsgesetzen und weiteren davon vermeintlich logisch herleitbaren Formulierungen unterworfen; denn es führt ein unzeitgemäßes – ja oftmals sogar zeitlos gültig bleibendes Eigenleben. – Es richtet sich ausschließlich nach den Direktiven des Gewissens, jenes allverbindlichen ´Urmeters` für wahrhaftig Lebenssinn spendende Tugendentwicklung. – Nicht das ´Was` jeweils vorhandener Talente bestimmt das Glück eines denkenden Wesens, sondern das ´Wie` charakterlich sinnvoller Nutzung derselben. - Diese Wahrheit findet ihre Akzeptanz innerhalb wie außerhalb des gewohnten Koordinatensystems für Zeit- und Raummessung: Sie war, ist und bleibt zeit- und raumlos gültig, ist omnivalent. – Der Vorwurf, unzeitgemäß zu sein, wäre für sie ein Paradoxon.- Sie vermag es sogar, Leben und Sterben auf eine Weise harmonisch zu überbrücken, wie es die noch im chaotischen Vor-sich-hin-strömen Verbliebenen nicht für möglich halten könnten.
Aphorismen-Sammlung II
Author: Reimar Hartge
Ein jeder werde weise auf seine Weise! – Das Licht der Erkenntnis kommt nicht von außen: Es ist in uns und entsteht aus sich selbst heraus, sogar wenn unsere Augen die Fähigkeit des Sehens verloren haben. Besagtes Licht vermag sowohl gewissenhafte Einsicht, als auch hoffnungsvollen Ausblick zu vermitteln, und dadurch finstere Stimmungen und Gedankenverirrungen aufzuklären. Das Wesen von Licht ist unbeschreibbar: Jede versuchte ´lichthafte` Textfassung – auch diejenige ´erleuchtender` Aphorismen – bietet Schattenspuren. Die Reinheit vorausgegangener Gedanken läßt sich nicht wirklich in Schriftform ´kristallisieren`; denn kein einziges Abbild vermag das Charysma eines ihm modellstehenden wunderbaren Bildes absolut treffend widerzuspiegeln. – Textfassung ´diamantener` Gedanken beinhaltet immer Risiko, Kampf und mühsame Bewältigung. Manch ein von wachsender Alltagshektik Getriebener findet im Strudel verführerischer Ablenkungen nicht Muße zur erforderlichen Konzentration. Folglich begnügt er sich bei seiner Schreibarbeit – zu deren Beginn vielleicht noch der enthusiastische Versuch gedanklichen Ablesens großer Geheimnisse stand – voreilig mit Aneinanderreihung nichtiger Worte seiner Willkür. – So überrascht es kaum, daß heute nur wenig tiefgründige Wirklichkeit in der sogenannt ´feingeistigen` Literatur existiert. – Um wesentliche Aussagen machen zu können, gilt seit je: Weniger ist mehr! – Es gilt, klar Durchdachtes präzise und in kürzest-möglicher Fassung zu formulieren. Wie aber sollte man nachhaltig zu denken gebende Gedanken noch knapper formulieren können als in telegrammstilartig wiedergegebenen Aphorismen?! – Auf den Versuch kommt es an. –
Wege zur "Rückeroberung" des Friedens
Author: Reimar Hartge
Immer wenn von Krieg und Frieden die Rede ist, denken viele Belesene an den berühmten – entsprechend betitelten – Roman des russischen Schriftstellers Leo Tolstoi. Die Polarität der Phänomene Krieg und Frieden und dadurch bedingte Hochspannung zwischen Angreifern und Opfern bietet leider Probleme, welche seit Menschengedenken ungelöst blieben. – Grundsätzlich kann man sich auf emotionale oder rationale Weise mit der offensichtlichen Unvereinbarkeit von Krieg und Frieden auseinandersetzen. Man wird dabei entdecken, dass das ebenfalls emotional wie rational zugängige Gegensatzpaar Verlust und Gewinn damit in unmittelbarer Beziehung steht. Geht ein Krieg verloren, so bedeutet das aber noch lange nicht, dass nun der Frieden gewonnen wäre. – Antworten auf Sinn- und Gewinnfrage des Friedens und Antworten auf Bedeutungs- und Verlustfrage des Krieges können nicht als oberflächliches Glaubensbekenntnis hergeleitet oder wie eine definitiv gültige mathematische Formel zum Ausdruck gebracht werden. – Komplexes und Kompliziertes ist mit Mitteln einfachster Wortwahl am besten in den Griff zu bekommen, und man sollte sich dabei nicht in Einzelheiten verstricken: Dann dürften die Erklärungen am ehesten auf Beachtung und Verständnis stoßen und in Erinnerung haften. Schon vor rund fünfhundert Jahren gelang es etwa dem hervorragenden Humanisten Erasmus von Rotterdam, seinen Mitmenschen Wesentliches über Krieg und Frieden in kurzen einprägsamen Worten mitzuteilen. Die Ausführungen des Erasmus sind bereits in meinem Büchlein mit Titel ´Das wiedergefundene Licht` (siehe dort auf Seiten 83-86) wiedergegeben worden. Diese veranlassten mich – angesichts der heute immer bedrohlicher werdenden politischen Weltlage – das Thema eines durch Krieg bedrohten Friedens wie ein Menetekel aus-zu formulieren. –
Über die Kunst des Redens und Schweigens. Eine Hommage an den italienischen Scholastiker Albertanus von Brescia (13. Jh.)
Author: Reimar Hartge
Ist es nicht etwas Außergewöhnliches, das Faksimile einer lateinischen Inkunabel (= Wiegendruck) in Händen zu halten, deren zugrundeliegendes Manuskript (vom Scholastiker Albertanus aus Brescia, 13. Jahrhundert) vor über 500 Jahren in der Frühzeit der Buchdruckerkunst zum allerersten Mal mit Drucklettern gesetzt wurde?! – Inhaltlich wird hier das noch immer bedeutsame Thema des Redens und Schweigens abgehandelt. – Die anschließende Übertragung ins Deutsche ist nicht auf pedantische Weise wortgetreu erfolgt, sondern zielt auf transparente Wiedergabe des Sinngehaltes jeweiliger Aussagen. – Im zweiten Buchteil hat Autor Hartge versucht, – noch vor seiner Übersetzung des lateinischen Textes – das reizvolle Thema als Zeitgenosse des 21. Jahrhunderts unabhängig ganz neu zu bearbeiten. – So liegt zwischen beiden Interpretationen ein Intervall von mehr als einem halben Jahrtausend. – Wir Menschen haben zwar während sämtlicher Entwicklungsepochen unseres Geistes anthropomorphe Gestalt behalten; doch im klassischen Sinne des Wortes ´human` und ´kultiviert` sind wir erst infolge wachsender Beherrschung der Kunst des Redens und Schweigens geworden. – Ohne diese Eigenschaft wäre intellektuelle und emotionale Weiterentwicklung ausgeblieben: Die uns auszeichnende Fähigkeit zu ´fortschrittlicher` gedanklich-soufflierter Besinnung und Sprache wird den auch in Zukunft vom ausschließlich instinktiv und reflektorisch gesteuerten Tier unterscheiden. – Der dritte Buchteil befasst sich mit Phänomenen des Erinnerns und Vergessens, ohne welche Reden und Schweigen sinnlos bleiben müssten.