Search Results

Skulptur in theologischer Perspektive
Author: Reinhard Hoeps
Kunst der Gegenwart als theologische Aufgabe
Editor: Reinhard Hoeps
Die Zeiten einer Malerei, die sich aus christlichen Quellen speiste, sind vorbei. Der Verzicht auf die Darstellung biblischer Themen ist nur äußeres Zeichen für die Entfremdung zwischen Kunst und Christentum. Andererseits werden dieser Kunst vielfältige religiöse Ambitionen nachgesagt, die nicht an theologische Vorgaben gebunden sind. Die Motive reichen von der Kritik an kirchlichen Lehren über die Ablehnung aller Transzendenz bis zu einer synkretistischen Rezeption interreligiöser Mischformen oder zu Konstrukte einer ganz privaten Religiosität. Ist das angesichts einer sich autonom verstehenden Kunst noch redlich? Wie äußern sich religiöse Vorstellungen auf dem Feld der Kunst – etwa in der Sprache der Malerei? Ließen sich deren Ideen in religiösen Lernprozessen bewähren? Folgt auf die Epoche einer „Malerei aus Religion“ die einer „Religion aus Malerei“? Der Band versammelt Beiträge von Kunstwissenschaftlern und Theologen zu Anlaß der Ehrenpromotion von Arnulf Rainer durch die Kath. Theol. Fakultät der Univ. Münster. Autoren sind Karl Kardinal Lehmann, Dominik Betrand-Pfaff, Gerd Blum, Erich Franz, Claudia Gärtner, Stefan Hölscher, Richard Hoppe-Sailer, Gerhard Larcher, Klaus Müller und Reinhard Hoeps.
Ausstellung anlässlich der Ehrenpromotion durch die Katholisch-Theologische Fakultät der Westfälischen Wilhelm-Universität Münster im Westfälischen Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte Münster
Editor: Reinhard Hoeps
Arnulf Rainer (Jg. 1929) markiert eine zentrale Position in der zeitgenössischen Kunst. Mit einer in diesem Spektrum einzigartigen Beharrlichkeit und Unverwechselbarkeit befasst er sich in seiner Arbeit mit der Imaginationswelt des Christentums. Er problematisiert Bildfindungen der Geschichte, übersetzt vertraute, aber fremd gewordene bildliche Vorstellungen auf eigenwillige Weise in die Gegenwart und entwirft anschauliche Korrespondenzen zwischen einem kulturgeschichtlich prägenden Bildrepertoire und dem Ungenügen an dieser Tradition. Der hier vorgelegte Katalog enthält Textbeiträge aus kunstwissenschaftlicher (Erich Franz) und aus theologischer Perspektive (Reinhard Hoeps). Er geht den künstlerischen Reflexionsverfahren Rainers zwischen christlichen Bildentwürfen und eigenständiger Malerei nach. Gleichzeitig fragt er nach den Impulsen, die sich aus der Malerei Rainers für die theologische Reflexion christlicher Religiosität und ihrer Ortsbestimmung in der Gegenwart ergeben.
In: Verbotene Bücher
In: Der religiöse Charme der Kunst
Series Editor: Reinhard Hoeps
Das Handbuch der Bildtheologie gibt in vier Bänden eine gründliche Einführung in Phänomene, Begriffe und Geschichte des Bildes unter theologischen Gesichtspunkten.
In: ChristusBild
Editor: Reinhard Hoeps
Das Handbuch der Bildtheologie gibt in vier Bänden eine gründliche Einführung in Phänomene, Begriffe und Geschichte des Bildes unter theologischen Gesichtspunkten. Der erste Band ist der Geschichte der Bild-Konflikte gewidmet. Bilder sind aus der Vorstellungswelt des Christentums nicht wegzudenken. Zwar gilt die christliche Religion als Schriftreligion, die in der Verbindlichkeit von Worten und Texten gründet. Um sie herum aber hat sich der Hof einer Bildkultur beinahe stetig ausgebreitet, und diese Bilder haben sich nie damit begnügt, die schriftlichen Überlieferungen lediglich zu illustrieren. Bilder im Christentum haben Teil an der Inkommensurabilität des menschlichen Erkenntnis- und Ausdrucksvermögens gegenüber dem Göttlichen. Diese Unangemessenheit schränkt ihren Wert als ‚naturgetreue’ Abbilder ein, sie ist zugleich aber auch der tiefere sachliche Grund für die Existenz von Bildern im Christentum. Die Bilderfrage reicht tief in die historischen, aber auch in die systematischen Wurzeln des christlichen Bekenntnisses hinab. Sie markiert zugleich eine der brisantesten Nahtstellen zwischen christlicher Religion und europäischer Kultur. Der Kanon der klassischen akademischen Disziplinen innerhalb der Theologie bildet diese Bedeutung keinesfalls angemessen ab, doch sind die einschlägigen Fragestellungen auf nahezu allen theologischen Themenfeldern präsent. Vor dem Hintergrund der vielfältigen und grundlegenden Beziehungen zwischen der christlichen Religion und dem Bildlichen geht die Bildtheologie den Valenzen des Bildes im Christentum nach, systematisiert sie, entwickelt sie als durchgängige theologische Perspektive und bringt sie in den Diskurs mit Kunst- und Kulturwissenschaften ein. Das Handbuch der Bildtheologie entwirft das Tableau der thematischen Eckpunkte und einschlägigen Fragestellungen einer solchen Disziplin. Fachwissenschaftler aus Theologie, Kunstgeschichte, Philosophischer Ästhetik, Kultur- und Medienwissenschaften entfalten die zentralen Fragestellungen, die das Bild in theologischer Perspektive aufwirft, und umreißen die Schnittstellen zwischen theologischen, kunstwissenschaftlichen und philosophisch-ästhetischen Bild-Diskursen. Theologische Aufmerksamkeit finden Bilder vor allem dann, wenn sie mit religiösen Vorstellungen in Widerstreit geraten. Bilder haben das Vermögen, als riskante Herausforderungen, sogar als potentielle Gefährdungen dem christlichen Bekenntnis entgegen zu treten; die Geschichte der Bildtheologie besteht aus einer Reihe von Konfliktgeschichten: in Bilderstreitigkeiten, in Interessenskonflikten, in wechselseitigen Entfremdungen. Ein erster Gang durch das Grenzgebiet zwischen Bild und Theologie gibt deshalb einen Einblick in von religiösen Motivationen oder Implikationen gezeichnete Auseinandersetzungen um Bilder zwischen Altem Testament, Antike und Gegenwart
Religion in der Kunst des beginnenden XXI. Jahrhunderts / Religion in Art in the Early 21st Century
Gott hat kein Museum: Johannes Rauchenberger nimmt dieses Desiderat in der aktuellen Museumslandschaft zum Anlass, ein solches zu bauen – nicht mit Werken der musealisierten Vergangenheit, sondern ausschließlich der aktuellen Gegenwart, die mit Eckdaten wie Globalisierung, Medialisierung, Säkularisierung, Fundamentalismus und Radikalisierung abgesteckt ist.
Dieses Museum gibt es nicht als Bauwerk, sondern allein in konkreten Werken: Als Kurator für zeitgenössische Kunst gruppiert Rauchenberger in zehn thematisch ausgerichteten Räumen in den letzten 20 Jahren gezeigte Werke von Künstlerinnen und Künstlern neu und führt sein Publikum durch ein imaginäres Museum. Leicht verständliche Werktexte führen in die Arbeiten ein, Künstlerinterviews vertiefen die spezifische Sicht. In zehn Essays vernetzt Rauchenberger die gezeigten Bilder zu Fragen der Religion am Beginn des neuen Jahrtausends.