in 'Volksgemeinschaft': Mythos, wirkungsmächtige soziale Verheißung oder soziale Realität im 'Dritten Reich'?
Politik, Ideologie und Kriegführung 1939-1945
Im September 1939 forderte Hitlers Deutschland die Welt heraus - unterstützt vom faschistischen Italien als wichtigstem Bündnispartner.
Die von Mussolini geprägte Metapher von der »Achse« Rom - Berlin wurde zum Sinnbild einer Allianz, die ungeachtet ihrer Bedeutung lange Zeit kaum ernstgenommen wurde. Im vorliegenden Sammelband zeichnen 23 Experten ein facettenreiches Bild der »Achse« zwischen 1939 und 1945. Sie bilanzieren den Stand der Forschung und geben Einblick in ein bisher vernachlässigtes Kapitel der Geschichte des Zweiten Weltkriegs.
Zwischenbilanz einer kontroversen Debatte
Der Band bietet eine Bestandsaufnahme der vorliegenden Forschungsergebnisse zur kontrovers diskutierten Frage nach den Binde- und Integrationskräften des S-Regimes und nach der Bereitschaft der deutschen Bevölkerung zum loyalen ›Mitmachen‹ im ›Dritten Reich‹. Zentraler Bezugspunkt hierfür ist die Frage nach Bedeutung und Wirkung der von den Nationalsozialisten so vehement propagierten ›Volksgemeinschaft‹. Dabei wird auch die Frage thematisiert, welche Bedeutung die Erinnerungen an die ›Volksgemeinschaft‹ nach 1945 gewonnen haben. Theoretische Zugänge werden im Einführungsteil aus historischer, politikwissenschaftlicher und sozialpsychologischer Sicht vorgestellt.