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Studien zur Neuformulierung der "Gegnerfrage" jenseits des Historismus
Volume Editor: Stefan Alkier
Worüber wird in den Schriften des Neuen Testaments gestritten, und wer streitet mit wem? Zu lange wurde diese Frage als Frage nach den jeweiligen „Gegnern“ bzw. „Opponents“ in einem historistischen Zirkel beantwortet.
Man entwarf Hypothesen über die „hinter“ dem Text stehenden Kommunikationssituationen, konstruierte von da aus „Gegner“, und von diesem Konflikt her interpretierte man dann wiederum die jeweiligen Schriften. Unter Einbeziehung politik- und kulturwissenschaftlicher Theorieansätze stellen die Beiträge dieses Bandes einen theoretisch belastbaren und an Fallstudien (wie etwa Antagonismen in den Evangelien oder Paulus als kontroverser Mediator) überprüften Neuansatz einer neutestamentlichen Konfliktforschung vor. Das Konzept fragt nach im Text beschreibbaren Konflikten und nach der Weise, wie diese inszeniert, gelöst oder offen gelassen werden. Von da aus werden dann hypothetische Schlüsse auf historische Kontexte der Text- und Rezeptionsprozesse gezogen.
In: Die Apokalypse des Johannes
In: Die Apokalypse des Johannes
In: Die Apokalypse des Johannes
In: Die Apokalypse des Johannes
Neu übersetzt und mit Überlegungen zur Sprache des Neuen Testaments, zur Gattung der Evangelien und zur intertextuellen Schreibweise sowie mit einem Glossar
Die neuartige Übersetzung der Evangelien nach Markus und Matthäus von Stefan Alkier und Thomas Paulsen führt die Fachkompetenzen eines Theologen und eines Klassischen Philologen zusammen. Sie wird in einer Lese- und einer Studienfassung vorgelegt, welche die ästhetische und theologische Sprachkraft dieser beiden neutestamentlichen Bücher auf ungewohnte Weise lesbar macht.
Den Satzbau im Griechischen nachahmend, übersetzt das Frankfurter Neue Testament jedes Wort im Evangelium nach Markus wortgenau. Diese Übersetzung erleichtert sowohl den Rückweg zum Urtext als auch eine Überprüfung der eigenen Interpretation. Eine höchst willkommene Hilfe für Anfänger und Fortgeschrittene!“ – Prof. Dr. Cilliers Breytenbach

„Die konsequente Orientierung an der Ursprungssprache und die Übersetzung
verbum pro verbo , die philologisch äußerst genau die Besonderheiten der griechischen Sprache – ihren Partikelgebrauch, ihre charakteristischen Partizipialkonstruktionen, ihre Besonderheiten in der Wortstellung – im Deutschen ausstellt, bietet einen zuweilen befremdlich klingenden, jedoch umso eindrücklicher wirkenden Text der „Frohbotschaft“. In ihrer radikalen Wörtlichkeit ist die Übersetzung ein Glückfall: Sie lädt ein innezuhalten, um die Texte in ihrem neuen alten Gewand ohne Glättungen und künstlichen rhetorischen Schmuck wirken zu lassen.“ –Prof. Dr. Manuel Baumbach
Volume Editors: Stefan Alkier and Thomas Paulsen
"Das Frankfurter Neue Testament (FNT) ist die erste deutsche Übersetzung der Bibel, die sich konsequent am Griechischen des 1. Jahrhunderts orientiert, ohne Rücksicht auf kirchlich-konfessionelle Hörgewohnheiten zu nehmen. Das FNT vereint philologische Präzision mit theologischer Fachkompetenz. Möglichst nah am Original erschließt diese Übersetzung neue Sichtweisen auf scheinbar Vertrautes und führt so zu einem faszinierenden Leseerlebnis.

Editionsplan:
Bd. 1: Die Johannesapokalypse, mit einem Essay zur Übersetzungstheorie, Januar 2020
Bd. 2: Die Evangelien nach Matthäus und Markus, mit einem Essay zum Koinegriechisch neutestamentlicher Schriften, 2021
Bd. 3: Das Evangelium nach Johannes und die drei Johannesbriefe, mit einem Essay zur Frage eines „Corpus Johanneum“, 2022
Bd. 4: Das Evangelium nach Lukas und die Apostelgeschichte, mit einem Essay zum Beitrag der neutestamentlichen Schriften zur kollektiven Identitätsbildung, 2023
Bd. 5: Briefe des Apostels Paulus: Römerbrief, Erster und Zweiter Korintherbrief, Galaterbrief, Philipperbrief, Erster Thessalonicherbrief, Philemonbrief, mit einem Essay zu Antagonismen in den paulinischen Briefen, 2024
Bd. 6: Neutestamentliche Briefliteratur: Epheserbrief, Kolosserbrief, Zweiter Thessalonicherbrief, Erster und Zweiter Timotheusbrief, Titusbrief, Hebräerbrief, Jakobusbrief, Erster und Zweiter Petrusbrief, Judasbrief, mit einem Essay zur sogenannten Pseudepigraphie, 2025

Lesung der Johannesapokalypse: Peter Schröder, Ensemblemitglied am Schauspiel Frankfurt, liest die Johannesapokalypse, neu übersetzt von Stefan Alkier und Thomas Paulsen.
Hier können Sie die Videos bei YouTube anschauen.
Die Publikationen dieser Reihe sollen sich einmischen in kirchliche, kulturelle und gesamtgesellschaftliche Debatten zu den Problemen, Krisen, Fragen und Chancen der Gegenwart. Sie vertrauen auf die unbestechliche und streitbare Fähigkeit biblischer Texte, kreuz und quer zu denken, sich nicht abzufinden mit anmaßenden Macht- und Unrechtsverhältnissen, sondern vielmehr im Vertrauen auf den Geber und die Gabe des Lebens über jeden Tod hinaus miteinander dankbar und denkbar gemeinschaftliches Leben und gemeinsame Zukunft zu gestalten.
Die Programmschrift Sola Scriptura ökumenisch ist weltweit der erste Versuch, Ökumene konsequent aus dem gemeinsamen Bezug auf die Bibel als wegweisender Richtschnur für individuellen Glauben und institutionelle Gestaltung von Kirchen im Kontext offener gesellschaftlicher Konflikte der Gegenwart zu denken. Erstmals werden 10 Thesen zum Verständnis und zur Funktion einer Schriftauffassung im Zeichen von Sola Scriptura publiziert, die gemeinsam von einem evangelischen, einem römisch-katholischen und einem orthodoxen Bibelwissenschaftler formuliert wurden. Sie sind sich darin einig, dass allein die Schrift richtig verstanden eine frohe Botschaft für alle bezeugt und nur die gemeinsame, erwartungsvolle wie kritische Hinwendung zur Schrift tragfähige Ökumene ermöglicht. Diese ist die Basis dafür, biblische Einsichten in die Ermöglichungsbedingungen gemeinschaftlichen Lebens in die globalen und lokalen kirchlichen und gesellschaftlichen Konflikte der Gegenwart einzubringen.
Die inter- und transdisziplinäre Studienreihe Beyond Historicism – New Testament Studies Today baut auf den philologischen Prinzipen auf, die der Übersetzung des Frankfurter Neuen Testaments von Stefan Alkier und Thomas Paulsen zu Grunde liegen. Der philologisch-kritische Respekt vor der jeweiligen Ausdruckskraft der Zeichenproduktion anderer ist nicht nur die wissenschaftliche, sondern auch die ethische Grundlage der Studienreihe Beyond Historicism. Sie publiziert kritische philologische, exegetische und historische Monographien und Sammelbände, die in unmittelbarer oder auch mittelbarer Weise neutestamentliche Texte in ihren jeweiligen enzyklopädischen Kontexten erhellen. Die Verpflichtung zur gründlichen kritischen Philologie als Grundlage der Datenanalyse und der historischen Hypothesenbildung will jeglichen Historizismus hinter sich lassen. Manuskripte können in deutscher, englischer, französischer und italienischer Sprache eingereicht werden. Sie durchlaufen ein peer-review-Verfahren innerhalb des Herausgeberkreises und seines wissenschaftlichen Beirats. The inter- and transdisciplinary study series Beyond Historicism - New Testament Studies Today builds on the philological principles underlying the translation of the Frankfurter Neues Testament by Stefan Alkier and Thomas Paulsen. The philological-critical respect for the respective expressive power of the sign production of others is not only the scientific but also the ethical basis of the Beyond Historicism study series. It publishes critical philological, exegetical and historical monographs and anthologies that directly or indirectly illuminate New Testament texts in their respective encyclopedic contexts. The commitment to thorough critical philology as the basis for data analysis and historical hypothesis formation aims to leave behind any form of historicism. Manuscripts can be submitted in German, English, French and Italian. They undergo a peer-review process within the editorial board and its scientific advisory board.