In: Die Bindung Isaaks
Gottesdienst und Gebet in Judentum und Christentum
Die Liturgie wird zunehmend als privilegierter Ort der Begegnung von Judentum und Christentum wiedererkannt. Vergleichende Untersuchungen zeigen jedoch im Bereich von jüdischem und christlichem Gottesdienst bzw. Gebet ein grundlegendes Spannungsverhältnis auf, das von den beiden Polen Kontinuität und Unterbrechung gleichermaßen geprägt ist. Die vorliegenden historischen und theologischen Analysen zentraler liturgischer Texte beider Religionen verweisen auf direkte Abhängigkeit und strukturelle Analogie einerseits, inhaltliche Überformung und polemische Abgrenzung andererseits. Es stellt sich erneut die Frage nach einer Hermeneutik in der Verhältnisbestimmung jüdischer und christlicher Liturgie.
Kommentierte Neuausgabe der „kleinen mystagogischen Christologie“
Ein christologischer Entwurf aus dem Dialog zwischen Dogmatik und Liturgie sowie zwischen Judentum und Christentum.
Christologie begründet die Rede von Jesus als dem Christus, d. h. dem Messias Gottes. Sie vertritt also einen theologischen Wahrheitsanspruch. Wird die Christologie jedoch nur von der Wahrheitsfrage bestimmt, kann sie leicht den lebendigen Zugang des Glaubens zur geheimnisvollen und unvergleichlichen Individualität Jesu verstellen. Dieser Gefahr begegnet der Autor durch eine mystagogische Christologie. Sie ist orientiert an den Hochfesten der erneuerten Römischen Liturgie. Der Autor führt zur Mystik dieses Festkreises hin und erschließt die Gestalt Jesu Christi in ihrer Heilsbedeutsamkeit.
25 Jahre nach dem Ersterscheinen wird dieser christologische Entwurf in erweiterter Form präsentiert.