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In: Catholics and Third Reich
In: Catholics and Third Reich
In: Das Deutsche Kaiserreich 1890-1914
In: Katholizismus in Deutschland
Drei Jahre nach Beginn des Ersten Weltkrieges veröffentlichte Papst Benedikt XV. eine Friedensnote, mit der er den kriegführenden Nationen einen Weg aus dem „allgemeinen Wahnsinn“ weisen wollte. Der Sammelband würdigt diese halb vergessene Friedensinitiative.Die Beiträge von Historikern, Theologen und Kirchenhistorikern loten die Realisierungschancen der päpstlichen Initiative aus und fragen nach ihren unmittelbaren Folgen. Zugleich gehen die Aufsätze der Frage nach, inwiefern das Engagement Benedikts XV. in der Kontinuität einer vatikanischen Friedensethik zu sehen ist.
Author: Petra Heinicker
Ein katholischer Sozialverein unter den Augen des SED-Regimes? Wie war das möglich in einem Staat, der eine bürgerliche Selbstorganisation abseits parteistaatlicher Massenorganisationen nicht dulden konnte? Das Buch geht der Frage am Beispiel der bislang unbeachtet gebliebenen Kolpingsfamilien in der DDR nach.
Die Autorin untersucht, wie sich die Existenzbedingungen in der sozialistischen Diktatur und die damit einhergehende Rückbindung an die Kirche auf das Programm, das Selbstverständnis und den Aktionsradius eines der größten sozial-katholischen Laienverbände auswirkten und in der DDR zur Formierung einer „Kirchlichen Kolpingsarbeit“ führten. Deren Organisation und Alltag lassen eine katholische Gegenkultur erkennen, deren nie abgerissene Kontakte zum westdeutschen Kolpingwerk das Ministerium für Staatssicherheit letztlich vergeblich zu durchdringen versuchte.

An der Nahtstelle eines tiefgreifenden Wandels des deutschen Katholizismus wurde 1962 die Kommission für Zeitgeschichte gegründet. Die quellennahe Aufarbeitung seiner Vergangenheit sollte als verlässliches Fundament für die Auseinandersetzungen über Gegenwartsfragen in Kirche und Gesellschaft dienen.
Der Band vereinigt Beiträge, in denen namhafte Historiker, Theologen, Soziologen und Politikwissenschaftler die Zusammenhänge von Zeitgeschichte und Gegenwart des Katholizismus beleuchten. Er ermöglicht eine aktuelle Ortsbestimmung der zeitgeschichtlichen Katholizismusforschung und bietet Perspektiven für die Zukunft an.
Politik, Geschlecht und Religiosität im Katholischen Deutschen Frauenbund
»Kinder, Küche, Kirche« gilt allgemein als Stereotype für das Rollenbild der Frau in der Adenauer-Ära. Das Beispiel des Katholischen Deutschen Frauenbundes zeigt eine andere, weitaus dynamischere Wirklichkeit.
Die dort engagierten Katholikinnen kämpften um politischen Einfluss und setzten sich für bessere Berufschancen von Frauen sowie für die Anerkennung der Haus- und Familienarbeit ein. Innerhalb der Kirche forderten sie Frauenquoten in Laiengremien.
Diese überzeugende Studie gibt einen neuen Einblick in religiöses Selbstverständnis, katholische Netzwerke, gesellschaftspolitische Diskussionen und Gestaltungsräume der katholischen Frauenbewegung nach 1945.
Wie reagierte die katholische Kirche in der Sowjetischen Besatzungszone auf den Zustrom von Hunderttausenden vertriebener Katholiken? Welche Möglichkeiten ihrer Integration besaß sie in einem politischen Umfeld, in dem die Religion an den Rand gedrängt wurde?
Das Buch geht diesen Fragen am Beispiel von ca. 200 Priestern nach, die im Bistum Meißen und im Erzbischöflichen Amt Görlitz eine neue, »fremde Heimat« fanden. Ihrer Eingliederung standen kirchenpolitische, aber auch vielfältige seelsorgerliche Hindernisse entgegen. Die Autorin zeigt, welch erhebliche Integrationsschwierigkeiten die Kirche nach innen hatte, während sie den Vertriebenen nach außen einen religiös-kulturellen Schutzraum in einem sozialistischen Staats- und Gesellschaftsgefüge bot.