in Von der Ordnung zur Norm: Statuten in Mittelalter und Früher Neuzeit
in Baustelle Informationsgesellschaft und Universität heute
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Eine Vortragsreihe
Informationstechnologie und elektronische Medien sind zum Bestandteil unserer Alltagskultur geworden. Sie bestimmen unser Handeln, Verhalten und Kommunikation.
Die moderne Universität muss zur Weiterentwicklung von Wissenschaft, zur Generierung neuen Wissens und dessen Vermittlung die Informationstechnologien als Mittel und Zweck ausbauen. Aber sie ist auch maßgebliche Instanz, diesen Prozess kritisch zu begleiten. Zu beiden Aufgabenfeldern leisten Beiträge: der Philosoph Peter Janich, der Wirtschaftswissenschaftler Ludwig Nastansky, die Pädagogin Dorothee Meister, der Nachrichtentechniker Reinhold Häb-Umbach, die Informatikerin Christiane Floyd und der Germanist und Vorsitzende des Wissenschaftsrates Peter Strohschneider.
Der vorliegende Band verfolgt das Ziel, eine Auswahl von Texten, die mit der Selbstbezeichnung statutum seit dem 12. Jahrhundert aus allen Bereichen der spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Herrschafts- und Gesellschaftsordnung überliefert sind, zum Gegenstand der interdisziplinären Diskussion zu machen. Kirchliche Statuten ebenso wie landesherrliche und städtische Ordnungen und Texte des Adels und der Bruderschaften erfahren als Phänomen von europäischer Bedeutung eine eingehende Analyse ihrer Genese. Ein weiterer großer Themenkreis ist die formalliterarische Bestimmung dieser Texte und ihre Zuordnung zur Kultur gelehrter Rechtswissenschaft. Dabei wird auch die normative Qualität von Statuten im Verhältnis zu anderen normierenden Texten geprüft. Damit verknüpft sich die Untersuchung der Rezeption und Verbreitung von Statutentexten: Die Fülle bezeugter Verwendungen zeigt ein Spannungsfeld, das von einer rein repräsentativen oder legitimatorischen Funktion bis hin zur unentbehrlichen Normgrundlage komplexer Institutionen reicht. Verblüffend ist hierbei ihre Funktionalität und die statuarische Modernität.