in Streit um die Freiheit
in Wahrnehmungen
in Wozu Fundamentaltheologie?
in Trinität - Anstoß für das islamisch-christliche Gespräch
in Öffentliche Religion - religiöse Öffentlichkeit
in Dienst an der Wahrheit
in Glaubensgewissheit und Gewalt
Jörg Spletts Philosophie für die Theologie
Jörg Splett versteht sein philosophisches Denken als Dienst an der Wahrheit, in dem er sich zugleich der Theologie verbunden weiß. Aus der Reflexion auf menschliche Grunderfahrungen und -vollzüge formuliert er die Hauptanliegen der philosophischen Gotteslehre neu. Dabei steht er nicht nur in der Schule Karl Rahners, sondern greift auch vielfältige Einflüsse von Romano Guardini bis Emmanuel Levinas auf. Sein umfangreiches Werk gilt sowohl systematischen Anliegen als auch aktuellen Herausforderungen. Die Beiträge dieses Bandes bieten eine Übersicht über seine Schriften (Hanns-Gregor Nissing) und erschließen zentrale Themen seines Werks: die Gotteserfahrung (Holger Zaborowski), die Glaubensbegründung (Thomas Schärtl), die christliche Philosophie (Peter Hofmann) und die Anthropo-Theologie (Michael Schneider). Jörg Splett selbst gibt in einem eigenen Beitrag Rechenschaft über Erbe und Anstöße seines Denkens.
Gott bewegt die Menschen. Wer aber ist der Gott, der den christlichen Kulturkreis bis heute bestimmt?

Auskunft darüber gibt die Bibel: Gott ist Liebe. Dies ist die wohl schönste Definition Gottes und der Grundsatz der christlichen Welt. Die vorliegende Gotteslehre zeigt, wie ausgehend von der geistigen Situation des beginnenden 21. Jahrhunderts ein Zugang zu dem Gott gefunden werden kann, der zugleich Gott und Mensch, Ewigkeit und Zeit, Einheit und Dreieinigkeit ist. Dabei werden die Grenzen zwischen Theologie und Philosophie, zwischen den Konfessionen, aber auch zwischen dem Glauben und der säkularen Welt überschritten. Der dreieine Gott zeigt sich dabei als das Movens unserer Geschichte. Die spekulative Theologie, das moderne Denken und die Dekonstruktion des Christentums sind bedingt durch die Heilige Schrift. Gott bewegt die Menschen - gegenwärtig.
Eschatologische Erkundungen in Islam und Christentum
Die Glaubensvorstellungen von »Letzten Dingen« bleiben über die konfessionellen Grenzen hinweg ein brisantes Thema; denn nicht selten bieten Jenseitsvorstellungen und Vollendungsgewissheiten den Anlass für Gewalt gegen »die Ungläubigen«. Was kann ein gemeinsamer Blick von Christen und Muslimen auf die jeweiligen Eschatologien und die damit verbundenen Ausgrenzungs- oder Legitimationsstrategien zeigen?
Eschatologische Gewissheiten sind heute fraglich geworden, die ihnen zugrunde liegenden Vorstellungen erscheinen vielen Menschen nicht mehr plausibel. Provozieren Eschatologien gerade deshalb zur Gewalt, um am Ende ihrer verpflichtenden Geltungskraft doch noch ins Recht gesetzt zu werden? Oder verwunden gerade die Eschatologien die Letztgewissheiten der Allzusicheren? Wie steht es heute um die Bedeutung der Vollendungsgewissheit für muslimische und christliche Glaubensidentität?