in Jahrbuch für Europäische Ethnologie - Neue Folge. Im Auftrag der Görres-Gesellschaft
HerausgeberIn: Wolfgang Brückner
Der Jahrgang NF. 28, 2005 enthält folgende Beiträge: Volkskundliche Rück- und Ausblicke Historische Lebenswelten Quellen zur religiösen Kultur Realienforschungen
Dänemark verfügt wie nur wenige andere Regionen Europas mit seiner wechselvollen Geschichte und seiner Stellung zwischen Nord- und Ostsee, Mitteleuropa und Skandinavien über besondere Erfahrungen des kulturellen Austauschs.
Zum dänischen Gesamtstaat gehörten einst auch Norwegen, Island, die Färöer und Grönland. Als Dänemark sich in den Napoleonischen Kriegen auf die Seite Frankreichs stellte, musste es im Kieler Frieden von 1814 Norwegen an Schweden abtreten und bekam dafür das Herzogtum Lauenburg. Angesichts neu aufflammender nationalistischer Tendenzen in Europa bietet die Betrachtung des Miteinanders im dänisch-deutschen Kulturraum interessante Perspektiven auf ethnisch motivierte Ein- und Abgrenzungen.
Die Beiträge beschäftigen sich mit den wechselseitigen Beeinflussungen und den vielfältigen Aktivitäten von dänischer und deutscher Seite, ein nationales wie europäisches Bewusstsein zu fördern.
Dritte Folge 8 - 2013 Ungarn
Vorläufiges Inhaltsverzeichnis:
Balázs Balogh _!_ Balázs Borsos: Zur gegenwärtigen Situation der ungarischen Ethnologie. Forschungsschwerpunkte, Institutionen und fachinterne Beziehungen
Balázs Borsos: Kulturraum Ungarn. Der Volkskunde-Atlas von Ungarn und die Methode der Clusteranalyse
József Liszka: Die Erforschung sakraler Kleindenkmäler in der ungarischen Ethnologie. Ergebnisse und Perspektiven.
Dániel Bárth: Pater Rochus, der ungarische Gassner. Exorzismus, Volksfrömmigkeit und Katholische Aufklärung in Südungarn um die Mitte des 18. Jahrhunderts
Gábor Barna: Das Heiligsprechungsverfahren der hl. Margarete (1242-1271) im frühen 20. Jahrhundert
Gábor Tüskés: Kelemen Mikes (1690-1761) – der »ungarische Goethe«. Unbekannte Quellen zu den Erzählungen in den »Briefen aus der Türkei«
Gerhard Seewann: Die ungarischen Schwaben. Zentrale Aspekte ihrer Geschichte
Michael Prosser-Schell: Volkskunde/Europäische Ethnologie und die »Donauschwaben«-Forschung. Ausgewählte prinzipielle und exemplarische Probleme
Csilla Schell: Die neuen Vertriebenendenkmäler in Ungarn
Balázs Balogh: Ungarische Migranten in den Vereinigten Staaten von Amerika
Lujza Tari: Die Familie als Hintergrund der Traditionspflege. Woher kommen die besten Sänger und Instrumentalisten in der Volksmusik?
Bertalan Pusztai: Local festivals, their role in settlement development, their relationship to image-building and the use of culture and authenticity
Mihai Márton: Ethnic Denotations. The Hungarian Case
Katalin Tóth: Schick, cool und kritisch? Urbane Fahrradkultur in Budapest

Inhalt

Editorial
KLAUS SCHRIEWER: Sozialanthropologie in Spanien. Fachgeschichte(n) aus Zeiten der Diktatur und Demokratie
CHRISTIANE SCHWAB: Der spanische costumbrismo (ca. 1820-1860) und die Konsolidierung volkskundlich-soziologischer Interessen im europäischen Kontext
STEFFEN JOST: Sólo dos Españas? Erinnerungen und Identitäten zwischen sevillanischer Lokalkultur und nationalen Befindlichkeiten
XAVIER ROIGÉ: Die ethnologischen Museen Spaniens. Zwischen Wirtschaftskrise und Neudefinition
KARL BRAUN: Misiones Pedagógicas (1931-1936) Ein Bildungsprogramm der Zweiten Spanischen Republik für ländlich-bildungsferne Schichten
MARÍA ISABEL JOCILES/ DAVID POVEDA: Anthropology and Ethnography of Education in Spain
FRANCISCO JAVIER GARCÍA CASTAÑO/ROSALÍA LÓPEZ FERNÁNDEZ/ MIRIAM THAMM: Akteure und geografische Räume in der ethnologischen Migrationsforschung in Spanien
ANTONIO MIGUEL NOGUÉS-PEDREGAL: Three Epistemological Approaches to the Study of Tourism in Spanish Social Anthropology
MELANIE HÜHN: „Wir sind doch keine Touristen!“ Eine Typologisierung multilokaler Ruhesitzwanderer
ENRIQUE PERDIGUERO-GIL/ ANGEL MARTÍNEZ-HERNÁEZ/ JOSEP M. COMELLES: Medical Anthropology in Spain: A historical perspective
CARMEN CASTILLA VÁZQUEZ: Studies on Religion in Spanish Anthropology
Die vergangenen 25 Jahre haben der polnischen Gesellschaft in politischer und kultureller Hinsicht einen radikalen Wandel beschert. Dieser spiegelt sich in Forschungsergebnissen europäischer Ethnologinnen und Ethnologen seit dem Fall des Eisernen Vorhangs in und über Polen wider.
Aktuelle Forschungsprojekte beschäftigen sich mit e-Folklore und ars electronica als Elementen einer voranschreitenden Globalisierung, mit Blogs über Ernährung, mit der Bedeutung regionaler Produkte für den modernen Konsumenten, mit dem veränderten Alltag in den Städten und Dörfern entlang der Autostrada Wolnosci (»Autobahn der Freiheit«), die das Land auf einer Länge von 620 km von Ost nach West von Frankfurt/Oder bis zur weißrussischen Grenze durchzieht, mit dem Einfluss der Medien auf gelebte Bräuche oder mit dem Wandel von Stereotypen durch den praktizierten Kulturkontakt zwischen Ost- und Westeuropa. Die kritisch-reflexiv angelegten Projekte der Europäischen Ethnologie in Polen bieten Verfahren, Strategien und Themen, die ein hohes Maß an Anschlussfähigkeit signalisieren.
Festschrift für Hans Lohmann
Die Zwischenbilanz einer wissenschaftlichen Wanderung: Mit der Festschrift PETASOS wird mit Hans Lohmann ein international renommierter Archäologe von seinen Schülern, Freunden und Kollegen gewürdigt.
Zur Würdigung der Verdienste des Geehrten in Forschung und Lehre enthält der Band eine Sammlung von 31 Beiträgen auch internationaler Archäologen, Historiker, Philologen und Naturwissenschaftler. Die in diesem Band versammelten Autoren schöpfen aus ihren aktuellen Forschungen zu Themen der Antikenrezeption, Geschichte und Epigraphik, der Kunstarchäologie und archäologischen Feldforschung sowie der Bauforschung, der Methodik und der angewandten Methoden in der Archäologie.