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In: Bibel und Patristik
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Abstract

Die Frage nach dem Verhältnis von Christen und Juden im Hebr ist umstritten. Der Beitrag vertritt folgende Thesen: 1. Die Entgegensetzung von Judentum und Christentum ist für den Hebr nicht angemessen, denn es hat zu dieser Zeit diese beiden klar definierten, einander gegenüberstehenden Größen noch nicht gegeben. 2. Die Argumentation mit einem Neuen Bund nach Jer 31(38LXX) im Hebr ist als Schriftbeweis zu verstehen, um Ps 110(109LXX),1.4 auf Jesus beziehen zu können. Sie ist weder gegen das AT noch gegen das Judentum gerichtet, sondern betrifft die levitische Kultordnung. 3. Nach dem Hebr überbietet Jesus als Hohepriester die irdische Priesterschaft, weil er am himmlischen Heiligtum agiert. 4. Die Art der Argumentation im Hebr hat Parallelen in der Qumran-Literatur. 5. Das Verhältnis von Christen und Juden heute kann nicht direkt aus dem NT abgleitet werden. Vielmehr müssen die ntl Texte auf ihre heutige Relevanz hin befragt werden. Theologische Aussagen müssen schriftgemäß und zeitgemäß sein.

Die Geschichte des Verhältnisses von Judentum und Christentum ist dabei zu berücksichtigen.

In: Biblische Zeitschrift
Studien zur Exegese und Rezeption von Septuaginta und Neuem Testament. Festschrift für Martin Meiser
Der vorliegende Band bringt die vielfachen Zusammenhänge von Bibelwissenschaft und Patristik neu zur Geltung. Gott „der Allmächtige“, Abraham, die Weisheit Sirachs, Paulus, biblische Stellen und die Rezeption der Bibel bei Taufe und Abendmahl veranlassten ein facettenreiches Nachdenken.
Internationale Beiträger:innen gehen dem von der hellenistischen Zeit bis zum Nachklang der Antike im 8. Jh. nach. Sie setzen Schwerpunkte in der Auslegung (von Sir bis Gal), bei den Kirchenvätern (Hieronymus, Gennadius) bis hin zu Pseudo-Kyrills Judasbild und der Rezeption der Bibel in der Kunstgeschichte (Tassilokelch). Der Band ehrt Martin Meiser, einen Kenner der Septuaginta, des Neuen Testaments und der Patristik.
Orte jüdischen Gottesdienstes, Lernens und Lebens. Festschrift für Wolfgang Kraus
Durch die weite Ausbreitung und Zerstreuung des Judentums entstanden früh Orte des Lehrens und religiösen Lebens neben dem Tempel.
Der Band reflektiert die Entstehung der Synagoge, die Gelehrsamkeit und jüdische Versammlung in der Diaspora von Babylonien über Alexandria bis Rom, das Lehrhaus der Weisheit am Beispiel Ben Siras und die Ausbreitung der Lehrhauskultur nach der Zerstörung des Tempels. Er geht der Bedeutung der Schrift in ihrer griechischen Übersetzung (Septuaginta) für das Nachdenken in der Diaspora nach, prüft exemplarisch Impulse und Abgrenzungen, die bei der Entstehung des Christentums durch jüdische Lehre und Schriftworte entstanden, und greift Spuren des christlich-jüdischen Miteinanders bis in jüngste Zeit auf.