in Eine andere deutsche Geschichte 1517–2017
Beiträge aus fachdidaktischer Forschung
Kompetenzorientierung verändert die didaktische Struktur von Lernprozessen - auch im Religionsunterricht.
Der mit der Einführung von Bildungsstandards verbundene Paradigmenwechsel der Bildungs- und Schulpolitik hat auch Konsequenzen für die Religionsdidaktik gehabt. Sowohl für den evangelischen als auch für den katholischen Religions-unterricht gibt es in den meisten Bundesländern in-zwischen kompetenzorientierte Kerncurricula. Auch die wissenschaftliche Religionspädagogik diskutiert seit einigen Jahren intensiv die Frage, in welchem Maße der neue Ansatz der Kompetenz-orientierung die traditionelle Gestalt des Religionsunterrichts verändern wird. Inzwischen liegen Er-gebnisse aus verschiedenen Forschungsprojekten zur Kompetenzorientierung im Religionsunterricht vor. Die vorliegende Publikation präsentiert die jüngsten Forschungsergebnisse und diskutiert die daraus abzuleitenden Konsequenzen für die Gestaltung von religiösen Lern- und Unterrichtsprozessen.
Kulturelle Anstöße und interdisziplinäre Diskurse bilden eine Grundlage für Orientierung in einer unübersichtlich gewordenen Gegenwart und gestalten die religiös-kulturelle Prägung der Öffentlichkeit. Bildende Kunst, Literatur, Theater und Film formen das Bild einer Öffentlichkeit, in der sie gesellschaftliche Entwicklungen erspüren oder auf eine unerwartete Weise darstellen. Mit ihrer Sensibilität für Brüche, Verborgenes und Unausgesprochenes erkennen sie oft Veränderungen, bevor diese sich öffentlich manifestieren. Persönlichkeiten aus Kultur, Kirchen, Politik und Wissenschaften aus verschiedenen europäischen Ländern setzen sich mit dem Selbstverständnis der Gesellschaft und ihren Wertvorstellungen auseinander. Das Spannungsverhältnis von öffentlich und privat im öffentlichen Raum kennzeichnet die Beziehung zwischen Staat, Gesellschaft, Kunst und Religion.