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Plädoyer für eine dialogische Theologie
Der Islam habe seine Schwierigkeiten mit der Moderne und stehe in einem antagonistischen Verhältnis zum Westen – so hört man es allenthalben in Medien und zum Teil auch in der Wissenschaft. Vielen erscheint der Islam als eine Religion, die sich den emanzipatorischen Potenzialen der Moderne verweigert und sich den Werten der Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung sowie der bedingungslosen Anerkennung der Menschenrechte nur widerwillig öffnet. Der vorliegende Band lässt Muslime zu Wort kommen, die sich der Herausforderung der Moderne öffnen. Dadurch entsteht das Bild eines Islam, der in ein produktives Verhältnis zum Westen eintritt und zur Teilhabe an unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung einlädt. Zugleich entsteht das Bild eines selbstbewussten Islam, der unserer Kultur etwas zu geben hat und nicht ständig beweisen muss, dass er dazugehören darf.
„Sterben für den Glauben“ war ein Rahmenthema in der Sektion Politische Wissenschaft bei der Jahresversammlung der Görres-Gesellschaft in Erfurt 2002 – „Islam und Politik“ war parallel Thema in der Sektion Religionswissenschaft. Die Arbeit beider mit erstrangigen Autoren besetzten Sektionen ist in dem vorliegenden hochaktuellen Band zusammengefasst. Inhalt: Einführung Hans Waldenfels: Der Islam – Religion und Politik Hans Maier: Religion und Gewalt Rotraud Wielandt: Islam und Gewalt Hort Bürkle: Kampf im Namen der Religion. Vom „Heiligen Krieg“ zu den Gebeten für den Frieden in Assisi Adel Theodor Khoury: Sterben für den Glauben. Motive und Gedankenwelt militanter Gotteskrieger Wolfgang Kluxen: Aufklärung aus dem Islam? Die Rolle der mittelalterlichen Philosophie Heiner Bielefeldt: Menschenrechte in der islamischen Diskussion Thomas Lemmen: Die Islamische Charta des Zentralrats der Muslime in Deutschland e. V. (ZMD)

Caucasus Survey Vol.1, No.2, April 2014, 3-23 1 Islam, nationalism and state in the Muslim Caucasus1 GALINA YEMELIANOVA Centre for Russian and East European Studies, College of Social Sciences, University of Birmingham; email: g.yemelianova@bham.ac.uk Following the break-up of

In: Caucasus Survey
Den muslimischen Glauben verstehen
Author: Gerhard Gäde
Auch der Islam beruft sich auf göttliche Offenbarung, und tatsächlich verkündet der Koran eine Wahrheit, die als Gottes Wort verstehbar ist. Erst die Akzeptanz dieser These macht einen theologischen Dialog auf Augenhöhe möglich – einen Dialog, der nicht von vornherein die eigene vermeintliche Überlegenheit als gegeben statuiert. Wie lässt sich der Wahrheitsanspruch des Islam aus der Perspektive christlicher Theologie einschätzen und verstehen? Kann er aus christlicher Sicht anerkannt werden, ohne den christlichen Wahrheitsanspruch zu relativieren? Der Band entwickelt eine religionstheologische Hermeneutik (Interiorismus), die dies ermöglichen will und am Beispiel des Islam demonstriert. Er setzt ein bei einer radikalen Problematisierung des Offenbarungsbegriffs und zeigt auf, wie allein die christliche Botschaft imstande ist, auf dieses Problem eine Antwort zu geben, die es möglich macht, den Begriff 'Wort Gottes' vor der kritischen Vernunft zu verantworten. Daraus folgt aber keineswegs ein exklusiver christlicher Wahrheitsanspruch. Denn wie sich an der zweigeteilten christlichen Bibel zeigt, erkennt die christliche Botschaft auch der zunächst offenbarungstheologisch problematischen Schrift Israels als Altes Testament wirkliche Offenbarungsqualität zu. Dieses kanonische Verhältnis der beiden Testamente dient als theologisches Paradigma, um auch den Wort-Gottes-Charakter des Korans anzuerkennen. Die christliche Botschaft erfüllt so eine Dienstfunktion auch für die Entbergung der Wahrheit anderer Religionen. Das Buch setzt sich von den herkömmlichen Klassifikationsmodellen (Exklusivismus, Inklusivismus und Pluralismus) ab, nimmt aber jeweils deren Wahrheitskern auf. Es möchte zeigen, dass Christen die Wahrheit und Anwesenheit Christi auch jenseits der Grenzen der Christenheit entdecken können und arbeitet entscheidende theologische Voraussetzungen für einen christlich-islamischen Dialog heraus.
Geschichte, Tradition und der Einbruch der Moderne
Arnold Hottinger, langjähriger Nahostkorrespondent der Neuen Zürcher Zeitung, berichtet seit Jahrzehnten über die islamische Welt. Er ist international hoch geachtet, als einer der ganz wenigen Journalisten, dessen tiefgründige Analysen auch von der Wissenschaft ernst genommen werden. Nach seinem großen Buch 'Islamische Welt' legt er nun ein neues wichtiges Werk vor. Darin beleuchtet und analysiert er die heutigen Probleme der Länder islamischer Religion und Kultur – vor dem Hintergrund ihrer vielfältigen unterschiedlichen Geschichte(n) und Besonderheiten und vor der Herausforderung durch die Moderne, mit der sie alle konfrontiert sind. Der engagierte Vermittler zwischen Orient und Okzident zeichnet ein vielschichtiges und differenziertes Bild der islamischen Welt, die, wie er überzeugend darstellt, mit dem Islam, schon gar nicht mit dem Islamismus, längst nicht hinreichend erklärt und zu verstehen ist, und er verdeutlicht die Strukturprobleme, die die Invasion der Moderne für diese Welt nach sich zieht.
Author: Wendell Schwab

Introduction Zikiriya Zhandarbek has a problem. That problem is Islam in contemporary Kazakhstan. In particular, he is worried about the threat that scripturalist Muslims pose to the existence of the Kazakh nation. He thinks that Kazakh imams ignore Kazakh traditions, that the major Islamic

In: Central Asian Affairs
Authors: Yaacov Ro’i and Alon Wainer

-publicized threat of an Islamist takeover such as was imminent in neighboring Afghanistan, where Islamist opposition factions had engulfed the country in civil war, and seemed at one point likely to jeopardize Tajikistan. The Uzbek ssr ’s Communist Party First Secretary, Islam Karimov, became independent

In: Central Asian Affairs

depicted their chosen ideal projections of globally-oriented Muslim piety alongside contrasting visions of backward-looking Muslim exemplars. In 2009, Tajikistan’s Safina television network aired a film about the life of Abūḣanifa (d. 767 CE), the eponymous founder of the Ḣanafī school of Islamic

In: Central Asian Affairs
Author: Wendell Schwab

ritual prayer, belief that there is only one true interpretation of Islam, pedagogy focused on engagement with the Qur’an and hadiths, and modest dress such as headscarves for women. Recent survey data help to identify how large the piety movement is in Kazakhstan. Approximately four percent of the

In: Central Asian Affairs
Author: Wendell Schwab

article examines how images on the social media pages of Asyl Arna, Kazakhstan’s Islamic television network and dominant Islamic media company, create a way of understanding and engaging in contemporary Islamic life in Kazakhstan. The images on Asyl Arna’s social media promote Islam as an achievable part

In: Central Asian Affairs