Das lukanische Doppelwerk im Kontext paganer Bildungsdiskurse
AutorIn: Matthias Becker
Der Verfasser des lukanischen Doppelwerks zählt unangefochten zu den gebildetsten neutestamentlichen Autoren. Doch inwiefern lassen sich seine Texte auch in die paganen Gebildetendiskurse seiner Zeit einordnen?
Matthias Becker geht dieser Frage auf breiter Quellenbasis nach, indem er erstmals das Lukasevangelium und die Apostelgeschichte mit den Schriften des Redners und philosophischen Wanderpredigers Dion von Prusa in Beziehung setzt. Mittels vergleichender Begriffs- und Motivanalysen, verschränkter Lektüren und eines heuristischen Leserkonstrukts arbeitet die Studie diskursive Überschneidungen hinsichtlich rhetorischer, ethischer und theologischer Themen heraus. So wird nicht nur ein neuer Blick auf die Inkulturation des lukanischen Christentums möglich. Die Partizipation an zeitgenössischen Bildungsdiskursen lässt vielmehr auch die Konturen einer Bildungsreligion erkennen, die sich im Doppelwerk ein frühes Denkmal setzt.
in Lukas und Dion von Prusa
in Lukas und Dion von Prusa
in Lukas und Dion von Prusa
in Lukas und Dion von Prusa
in Lukas und Dion von Prusa
Das Frankfurter Neue Testament (FNT) ist die erste deutsche Übersetzung der Bibel, die sich konsequent am Griechischen des 1. Jahrhunderts orientiert, ohne Rücksicht auf kirchlich-konfessionelle Hörgewohnheiten zu nehmen. Das FNT vereint philologische Präzision mit theologischer Fachkompetenz. Möglichst nah am Original erschließt diese Übersetzung neue Sichtweisen auf scheinbar Vertrautes und führt so zu einem faszinierenden Leseerlebnis.
in Biblische Zeitschrift
in Biblische Zeitschrift
AutorIn: Nadav Na’aman

Abstract

The article suggests that the story of the contest on Mount Carmel (1 Kgs 18:19–40) is a complete literary unit that was written by a single author in the early Persian period and inserted into the deuteronomistic story-cycle of Elijah. The story is entirely legendary and reflects the polemic of a devotee of YHWH against the contemporaneous spread of the Phoenician cult and culture. The attachment of the story to Mount Carmel may reflect the occasion of the establishment of a Tyrian/Sidonian temple on one of the mountain’s peaks, but this hypothesis cannot be verified. The story conveys a clear religious message of the absolute power of YHWH and the worthlessness of all other gods – in particular the Phoenician God Ba‘al – and of the fallacy of the belief in his divine power.

in Biblische Zeitschrift