Geleitwort der Herausgeber zur Reihe

in Kapitän zur See Hans Langsdorff
Freier Zugang

Die Reihe „Schriften zur Marinegeschichte“ will ein Forum für neue und kontroverse Forschungsergebnisse zu ausgewählten Themenkreisen der Marinegeschichte bieten. Damit öffnet sich diese Reihe einem weiten inhaltlichen Spektrum und dem Interessentenkreis aktiver und ehemaliger Angehöriger der deutschen Seestreitkräfte sowie militär- oder maritim-historisch interessierter Leser.

Die Veröffentlichungspalette soll von der Verschriftlichung von Vortragsreihen über wissenschaftliche Qualifikationsarbeiten bis zur Publikation unbekannter oder seltener Dokumente reichen.

Ein besonderes Augenmerk möchten die Herausgeber neben Biographien auch auf Publikationen richten, welche sich der kommentierenden Bearbeitung von Selbstzeugnissen widmen. Steht zwar das erzählende Ich im Mittelpunkt und muss gebührend zu Wort kommen, so soll doch eine umfassende Kommentierung den erklärenden Rahmen bieten. Auf diese Weise soll versucht werden, Ereignisse und Strukturen ‒ vielleicht auch nur die Normalität ‒ vergangener Zeiten aus der personalen Perspektive heraus sichtbar zu machen, wissenschaftlich begründet einzufassen und insgesamt für weitergehende Forschungen zu öffnen.

Die „Schriften zur Marinegeschichte“ werden vom Freundeskreis des Wehrgeschichtlichen Ausbildungszentrums der Marineschule Mürwik e.V. und der Stiftung Deutsches Marinemuseum gemeinsam herausgegeben. Beide Einrichtungen wollen mit der Schriftenreihe Kenntnis und Verständnis der politischen, militärstrategischen, technischen, sozialen und kulturellen Aspekte deutscher Militär- und Marinegeschichte erweitern und vertiefen.

Diese Reihe setzt die ehemalige „blaue Reihe“, die Kleine Schriftenreihe zur Militär- und Marinegeschichte, fort. Sie wurde seinerzeit auch von Jens Graul († 2017) mitbegründet. Er hätte die neue Reihe sicher gerne mit unterstützt.

Jörg Hillmann

Stephan Huck