Kritik der neomythischen Vernunft

Band 3: Die Fiktionen der Science auf dem Wege in das 21. Jahrhundert

Reihe:

HerausgeberIn: Linus Hauser
Auch in den Chefetagen der Wissenschaft finden neomythische Allmachtsfantasien statt. Nobelpreisträger träumen von einer – vom kosmischen Geist durchdrungenen – Quantensphäre und Begründer der Raumfahrt stellen Überlegungen an, die die Gedanken Erich von Dänikens vorwegnehmen.
Prominente Vertreter der Wissenschaftselite haben eine Vielzahl von vermeintlich wissenschaftlich begründeten Weltanschauungen aufgestellt.
Ausgehend von Neomythen innerhalb der Wissenschaftselite wird dargestellt, wie eine in populären Sachbüchern beginnende Rezeption von wissenschaftsförmigen Neomythen in der Öffentlichkeit stattfindet. Seit dem letzten Drittel des 20. Jahrhunderts beginnt sich eine neue, zukunftsträchtige Form der szientistischen Esoterik herauszubilden, die eugenische und totalitäre Fantasien beinhaltet.
Dieser Band beschließt die Kritik der neomythischen Vernunft mit dem Aufweis, auf welchem dünnen Eis eine Vernunft der modernen Wissenschaft steht, die sich von erkenntnistheoretischen Reflexionen löst und dabei religionsförmigen Projektionen erliegt. Damit erweisen sich die populären Neomythen des Alltags, die in den ersten beiden Bänden dargestellt wurden, keinesfalls als Randphänomene, denen man mit Schmunzeln begegnen darf.

  *Die Preise beinhalten keine Versandpauschalen. Preisänderungen vorbehalten.