Fremde Worte

Medien für 'Gastarbeiter' in der Bundesrepublik im Spannungsfeld von Außen- und Sozialpolitik

Reihe:

Zwischen Propaganda und Integration: Eine unbekannte Seite der Geschichte der Einwanderung.

Ist von den 'Gastarbeitern' die Rede, kreisen die Gedanken um Themen wie das Leben in Baracken, die Blindheit der Ausländerpolitik oder die Herzlosigkeit der Massenanwerbung. Außerhalb dieser gängigen Opfergeschichte finden die vielschichtigen Geschehnisse der Arbeitsmigration in die Bundesrepublik der 1960er und 1970er Jahre kaum Beachtung. Das Buch rekonstruiert die brisante Geschichte der Rundfunksendungen und Zeitschriften, die sich speziell an Einwanderer richteten. Sollten die fremdsprachigen Medien anfänglich die Arbeitsmigranten vor kommunistischen Einflüssen schützen, wurden sie bald zur Zielscheibe der autoritär regierten Herkunftsländer. Obwohl außenpolitische Kontroversen fortwährend auf ihnen lasteten, entwickelten sich aber die fremdsprachigen Medien vor allem zur sozialen Stütze im Alltag der 'Gastarbeiter'.

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Roberto Sala, Dr. phil., geb. 1979, forscht am Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien der Universität Erfurt.