Die Mehrheitsentscheidung

Entstehung und kulturelle Dynamik

Author: Egon Flaig
Welche Bedeutung hat die Mehrheitsentscheidung für uns und woher kommt sie?
Diese einzigartige Gesamtdarstellung der Geschichte des grundlegenden demokratischen Entscheidungsinstrumentes blickt erstmals über den europäischen Horizont hinaus. Entstehung und Entwicklung der Mehrheitsentscheidung werden kultur- und epochenübergreifend von der Antike bis in die Neuzeit betrachtet. Historisch, politisch und anthropologisch befragt der Autor u.a. die Gesellschaften Griechen-lands, Roms, Indiens, Israels, Islands danach, welche Rolle Mehrheitsentscheidungen in ihnen spielten, wie sie sich als Form der Beschlussfassung konstituierten und nach welchen Regularien sie vollzogen wurden.

Der durch ebenso fundierte wie pointierte Beiträge, z. B. in der FAZ, bekannte Historiker Egon Flaig zeigt, dass die Entwicklung kultureller Errungenschaften wie der Befähigung zur logischen Argumentation oder zur kontroversen Debatte nur aus ihrer Bedeutung für die Erzielung von Mehrheitsentscheidungen erklärt werden kann.
Vor diesem Hintergrund stellt sich angesichts des Schwindens der Bedeutung von Mehrheitsentscheidungen in heutiger Zeit die Frage nach den Verlusten, die unserer Gesellschaft drohen - und somit nach unserem politischen Schicksal schlechthin.

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Egon Flaig studierte in Stuttgart, Paris und Berlin. Seit 2008 lehrt er als Professor für Alte Geschichte an der Uni-versität Rostock. Er ist Träger des Hans-Reimer Preises, war 2003/2004 Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin und 2009/2010 Stipendiat des Historischen Kollegs München.
Seine Tätigkeit als Publizist und Historiker zeichnet sich durch einen kritischen Blick aus. Zu Kontroversen führte seine Publikation Weltgeschichte der Sklaverei. Außerdem nahm er im Historikerstreit gegen Jürgen Habermas‘ Feststellung der Singularität des Holocaust eine kritisch-logische Haltung ein.
literaturkritik.de, 31.08.2013
Hier können Sie die Rezension einsehen.

H-Soz-Kult, 22.07.2013
"What a beast of a book! This reviewer can’t remember when he was so impressed by a single monograph." (Lorenz Erren)
Lesen Sie hier die gesamte Besprechung.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.01.2013
Hier können Sie die Rezension lesen.