Politische Morde in der Geschichte

Von der Antike bis zur Gegenwart

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Sic semper tyrannis! - So ergeht es den Tyrannen immer! Politischer Mord gehört zur Geschichte, ob in der Antike oder in der Gegenwart. Oft gewinnen die Taten als Mythos ein dauerhaftes Eigenleben. Aber Mord ist nicht gleich Mord.
Zwölf spannende Fälle politischen Mordens werden in ihren historischen und gesellschaftlichen Rahmen eingeordnet, auch mit Blick auf die unterschiedliche Wahrnehmung durch Zeitgenossen und Nachwelt. Motive und Muster ändern sich, doch ist das persönliche Charisma der Opfer vielfach eine treibende Kraft. Die politische Gewalt in Gestalt des Mordes manifestiert sich dabei in zwei Richtungen, denn nicht nur Herrscher und Politiker als Repräsentanten der Macht werden zum Ziel, sondern auch die Staatsmacht bedient sich des Mordes an Einzelnen oder an Personengruppen.
Gerade die jüngsten blutigen Ereignisse um Osama Bin Laden und Muammar al-Ghaddafi zeigen die Aktualität des Themas politischer Mord. Heldentaten oder Verbrechen? Die Antwort scheint je nach Standpunkt klar. Doch lässt sich immer so einfach Gut und Böse unterscheiden?

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Georg Schild, Prof., Ph.D., seit 2004 Professor für Nordamerikanische Geschichte an der Universität Tübingen. Zahl-reiche Veröffentlichungen zur amerikanischen Geschichte.
Anton Schindling, Prof., Dr. phil. habil., seit 1995 Professor für Mittlere und Neuere Geschichte (Frühe Neuzeit) an der Universität Tübingen. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Geschichte der Frühen Neuzeit (u.a. Bildungs- und Konfessionsgeschichte, politische Geschichte und vergleichende Verfassungsgeschichte des Heiligen Römischen Reichs).
Der Tagesspiegel, 02.07.2012
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