Unter Soldaten und Agitatoren

Hitlers prägende Jahre im deutschen Militär 1918-1920

Mit kriminalistischer Sorgfalt rekonstruiert Othmar Plöckinger erstmals detailliert, wie aus dem Kriegsheimkehrer Adolf Hitler der Parteiführer der NSDAP und ein radikaler Antisemit wurde.
Die Auflösung des alten Weltkriegsheeres nach der Niederlage 1918 und der gleichzeitige Aufbau der neuen Reichswehr führten zu Konflikten innerhalb des Militärs. Die unübersichtliche Situation eröffnete einfachen Soldaten wie Adolf Hitler große Handlungsspielräume. Die revolutionären Ereignisse trugen dazu ebenso bei wie die vom Militär geduldeten und geförderten völkisch-radikalen Bewegungen - darunter die Deutsche Arbeiterpartei - die zukünftige NSDAP.
Auf breiter Quellenbasis schildert das Buch Hitlers Wechsel vom Militär zur Politik, korrigiert verbreitete Annahmen und analysiert die antisemitischen und antibolschewistischen Einflüsse auf ihn. Das Buch führt die Leser in die unruhige Szenerie Münchens, die in jenen Jahren von Kriegserfahrung, Revolution und rechtsgerichteter Gewalt geprägt war. So wird das gesellschaftliche und politische Milieu lebendig, in dem sich Hitler damals bewegte.
Bis in die Vortragsthemen rechtsnationaler Agitatoren und bis zum Lesestoff, den die Truppenbibliotheken bereitstellten, trägt der Autor die Mosaiksteine zusammen, aus denen sich ein genaues Bild des ideologischen Nährbodens ergibt, auf dem sich Hitlers Weltanschauung formierte. Der Antisemitismus spielte darin schon frühzeitig eine zentrale Rolle.

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Othmar Plöckinger, Dr. phil., Mitarbeit an der wissenschaftlichen Edition von »Mein Kampf« am IfZ, Autor von Geschichte eines Buches: Adolf Hitlers »Mein Kampf«: 1922-1945.
Tagesspiegel, 05.02.2014
Hier können Sie die ausführliche Besprechung nachlesen.

Sehepunkte, Nr. 13 (2013)
"Nicht nur auf der fachlichen, sondern auch auf der sprachlichen Ebene ist Othmar Plöckinger ein durchweg überzeugendes Buch gelungen, das den Leser nie langweilt oder überfordert und in seiner Argumentation stets nachvollziehbar bleibt. Es wird in Zukunft nicht nur für die weitere Erforschung von Hitlers Person und der Frühzeit der nationalsozialistischen Bewegung unverzichtbar sein [...]." (Christian Koch)
Lesen Sie hier die gesamte Besprechung.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.07.2013
Hier können Sie die vollständige Rezension einsehen.

Neue Zürcher Zeitung, 15.05.2013
Hier können Sie die vollständige Rezension einsehen.