Sovietnam

Die UdSSR in Afghanistan 1979 – 1989

HerausgeberInnen: Esther Meier und Tanja Penter
Der sowjetisch-afghanische Krieg war einer der blutigsten Konflikte des Kalten Krieges. Afghanistan wurde nicht nur zum Schlachtfeld der sowjetisch-amerikanischen Systemkonkurrenz, sondern war auch ein Ort der mehr oder minder gewaltsamen Begegnung zwischen »modernen« Sowjets und »rückständigen« Afghanen.
Die Autorinnen und Autoren greifen die wechselseitigen Wahrnehmungen und Kriegserfahrungen auf und spüren den Folgen des Konflikts für Staat und Gesellschaften in beiden Ländern nach. Sie dekonstruieren Mythen, die sich bis heute um den Konflikt ranken, und betrachten das spannungsvolle Verhältnis zwischen der offiziellen Geschichtspolitik in Russland und den Erinnerungen der – oftmals traumatisierten – Veteranen an diesen unpopulären Krieg.
Nach einer kurzen Phase der Öffnung der russischen Archive in den 1990er Jahren ist die zentrale Überlieferung zum sowjetischen Afghanistankrieg in Putins Russland wieder unter Verschluss. Die Beiträge erschließen jedoch bislang vernachlässigte Quellenbestände wie Internetforen, Interviews, Bildquellen, Lieder und Memoiren. Dabei wird auch gefragt, welches Potential diese Quellentypen haben und mit welchen methodischen Herausforderungen ihre Erschließung verbunden ist.

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Prof. Dr. Tanja Penter ist Professorin für Osteuropäische Geschichte an der Universität Hei-del-berg.
Esther Meier ist wissenschaftliche Mitarbeiterin für Osteuropäische Geschichte an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.06.2017
"Die Stärke des Bandes besteht in seinen ungewöhnlichen Fragestellungen..." (Gregor Schöllgen))

Der Tagesspiegel, 26.04.2017
Die Beiträge bieten "einen faktengesättigten Überblick über den aktuellen historischen Wissensstand". (Hannes Schwenger)