Pilger, Popen und Propheten

Eine Religionsgeschichte Osteuropas

Die religiöse Vielfalt Osteuropas übertrifft die des Westens bei weitem. Das Neben- und Miteinander von Schamanen, Muslimen, Christen und Juden prägte schon das Mittelalter. Im 17. Jahrhundert kamen Buddhisten hinzu.
An der Grenze zwischen Ost- und Westkirche entstanden zudem neue Glaubensrichtungen: Die Unierte Kirche hielt an der byzantinischen Liturgie fest, erkannte aber den Papst an. Und der Chassidismus widmete sich vor allem den ekstatischen und magischen Aspekten der jüdischen Tradition. Sie alle versuchte der sowjetische Atheismus zu beseitigen, bis er am – auch durch die Religion getragenen – Widerstand Polens zerbrach. Christoph Schmidt entfaltet ein eindrucksvolles Panorama des religiösen Lebens zwischen Weichsel und Wolga, führt den Leser vor mittelalterliche Ikonen, in die Schtetl der Frühen Neuzeit, in die Jurten der buddhistischen Kalmüken, aber auch zu den Moscheen der Tataren-Metropole Kazan, die seit Jahrhunderten Zentrum des russischen Islam ist.

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Christoph Schmidt, Prof. Dr. phil., lehrt Osteuropäische Geschichte an der Universität Köln.
Deutschlandradio Kultur, 20.04.2014: "Pilger, Popen und Propheten von Christoph Schmidt ist für interessierte Leser eine sicher gewinnbringende Lektüre. Wer Spaß an Gedankenspielen und überraschenden Verknüpfungen hat, der wir[d] Freude haben." (Thomas Franke) Hier können Sie die vollständige Rezension lesen.