Stadt-Land-Beziehungen im 20. Jahrhundert

Geschichts- und kulturwissenschaftliche Perspektiven

Reihe:

Mittlerweile wohnen weltweit erstmals in der Geschichte mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Gleichzeitig wird vielfach der »Untergang des Dorfes« diagnostiziert. Doch sind wir heute tatsächlich am Ende dörflich-ländlicher Gesellschaften angekommen?
Dominieren mittlerweile ausschließlich hybride Strukturen, Lebensstile und Identitäten? Hat nicht auch der urbane Blick auf Land und Dorf als das »Andere« noch Bestand?
Der Band geht diesen Fragen im Kontext einer wechselseitigen Beziehungs- und Erfahrungsgeschichte der Menschen auf dem Land und in der Stadt nach. Er überwindet die Schwachstellen bisheriger Zentralitätsforschung, macht mit bislang kaum beachteten Lebensentwürfen und Bewegungen von Landbewohnern bekannt und regt zum Dialog zwischen der mehr aktualitäts- und anwendungsbezogenen (Geographie, Stadt- und Regionalplanung, Soziologie) und der kulturgeschichtlich orientierten Stadt-Land-Forschung an.

  *Die Preise beinhalten keine Versandpauschalen. Preisänderungen vorbehalten.

Franz-Werner Kersting ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Münster.
Clemens Zimmermann ist Professor für Kultur- und Mediengeschichte an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken.
H-Soz-Kult, 06.10.2015
"Insgesamt liegt mit dem Band ein inspirierendes und schlüssiges Werk vor, das einen wichtigen Beitrag zum Überdenken der vielfach behaupteten Nivellierung von Stadt und Land liefert." (Ralph Richter)