Praxis und Diskurs der Romantik 1800-1900

Das Fortleben der Romantik bis heute steht außer Frage – der vorliegende Band erkundet vor allem das Romantische als Praxis um 1800 und im 19. Jahrhundert.
Anders als Ideen- und Sozialgeschichte es getan haben, sollte »Romantik« diachron diskursgeschichtlich und praxeologisch erforscht werden. Wahrnehmbar werden dann eine noch vorterminologische Praxis des Romantischen bereits im 18. Jahrhundert, sodann aber ein »Nachleben« im 19. Jahrhundert, das Praktiken des Romantischen tradiert, obgleich es nicht selten »die Romantik« als Anachronismus und ideologisches Ärgernis ablehnt – und schließlich auch Praxisbezüge, die von den so theoriefreudigen Romantikern um 1800 selbst schon ins Spiel gebracht werden.
Im Mittelpunkt des Bandes steht die Diskussion von Fallstudien zu einer Rekonstruktion historischer Semantiken des Romantischen.

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Norman Kasper ist seit 2009 Mitarbeiter an der Professur für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft am Germanistischen Institut der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Jochen Strobel ist nach einer Gastprofessur in San’a/Jemen 2009 und Lehrstuhlvertretungen an den Universitäten Magdeburg und Osnabrück (2009-2012) seit 2014 außerplanmäßiger Professor an der Universität Marburg.