Der Wiener Frieden 1864

Ein deutsches, europäisches und globales Ereignis

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Über Ursachen und Verlauf des deutsch-dänischen Krieges sind wir gut unterrichtet. Der Frieden von Wien, der das militärische Ringen beendete, indem er die Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg der gemeinsamen Verwaltung Preußens und Österreichs unterstellte, ist fast vergessen.
Im Mittelpunkt des Bandes steht die Perzeptionsgeschichte des Friedens. Dabei wird der deutsch-dänische Krieg nicht mehr nur als lokaler Konflikt im Ostseeraum, sondern als ein Ereignis begriffen, dessen Verlauf und Beendigung über Dänemark und die deutschen Staaten hinaus auch in den europäischen, ja außereuropäischen Machtzentren Aufmerksamkeit erzeugte. Wie wurde der Wiener Frieden im Deut-schen Bund aufgenommen, wie von den europäischen Groß- und Mittelmächten, wie in den USA, in Japan oder Lateinamerika? Durch die Untersuchung der deutschen, europäischen und globalen Perzeption werden bisher vernachlässigte Aspekte der weltweiten Verflechtung in der Mitte des 19. Jahrhunderts aufgezeigt.

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Oliver Auge ist Professor für Regionalgeschichte mit Schwerpunkt zur Geschichte Schleswig-Holsteins in Mittelalter und Früher Neuzeit.
Ulrich Lappenküper ist Geschäftsführer der Otto-von-Bismarck-Stiftung und Professor an der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr Hamburg.
Ulf Morgenstern ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Otto-von-Bismarck-Stiftung und Lehrbeauftragter am Historischen Seminar der Universität Hamburg.