Europäische Kulturkämpfe und ihre gegenwärtige Bedeutung

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Kaum eine Woche vergeht, in der nicht über einen neuen »Kulturkampf« oder Religionskrieg berichtet wird. Die mediale Präsenz des Themas belegt, wie aktuell das Problem ist.
Doch bereits im 19. und 20. Jahrhundert kam es in Europa zu »Kulturkampf« genannten Konflikten zwischen Staat und Kirche, die keineswegs auf Preußen und die 1870er/80er Jahre beschränkt waren. Sie begannen vielmehr im deutschen Vormärz und reichten in einigen europäischen Ländern bis weit ins 20. Jahrhundert. Ob das »Zeitalter der europäischen Kulturkämpfe« (Manuel Borutta) tatsächlich beendet ist, erscheint angesichts der jüngsten Weltanschauungskonflikte als eine offene Frage. Der Band untersucht die Auseinandersetzungen zwischen Staat und Religionsgemeinschaften während des 19. und 20. Jahrhunderts in Deutschland, Italien, Frankreich, den Niederlanden und der Schweiz.

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Ulrich Lappenküper ist Geschäftsführer der Otto-von-Bismarck-Stiftung und Professor an der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr Hamburg.
André Ritter ist promovierter evangelischer Theologe und Direktor des Europäischen Instituts für interkulturelle und interreligiöse Forschung mit Sitz im Fürstentum Liechtenstein.
Arnulf von Scheliha ist Professor für Theologische Ethik an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster.