Ikonologie der christlichen Kunst

Band 4:Ostkirche

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Seit dem 6. Jahrhundert erfuhr der Osten eine Sonderentwicklung der christlichen Kunst. Eine besondere Rolle spielt dabei die Ikone, die als Bild die heilige Gestalt vertritt. Die Auseinandersetzungen im Bilderstreit des 8./9. Jahrhunderts waren stark theoretischer Natur, brachten aber für längere Zeit ein Verbot christlicher Bilder mit sich. Nach dem Sieg der Befürworter von Bildern bildete sich im 11. Jahrhundert ein System heraus, das die Bilder im Kirchenraum, aber auch auf dem Templon (der Ikonostas) betraf. Waren zunächst Byzanz und der Balkan die führenden Regionen, so entstand mit der Taufe Russlands ein Gebiet, in dem die neueren Probleme – wie das Verhältnis zum Westen – bis zur Gegenwart ausgefochten werden.
Since the 6th century, the East experienced a special development of Christian art. A special role is played by the icon, which represents the holy figure as an image. The disputes in the image controversy of the 8th/9th century were strongly theoretical in nature, but for a long time brought a ban on Christian images. After the victory of the supporters of images, a system emerged in the 11th century, which concerned the images in the church interior but also on the templon (the iconostasis). While Byzantium and the Balkans were initially the leading regions, with the baptism of Russia an area emerged in which the more recent problems, such as the relationship with the West, have been fought out to the present day.

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Hans Georg Thümmel war von 1990 bis 1997 Professor für Kirchengeschichte, Christliche Archäologie und Geschichte der kirchlichen Kunst in Greifswald. Seit 1990 ist er Mitglied der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt sowie der Historischen Kommission für Pommern. Seine Forschungsschwerpunkte sind Patristik, ältere und mittelalterliche Kirchengeschichte, ostkirchliche Bilderlehre sowie die Ikonologie der christlichen Kunst.