Krieg und Frieden in München 1914-1939

Topografie eines Diskurses

1918, am Ende des Ersten Weltkriegs, fanden die Deutschen nicht in den Frieden zurück. Die „Schmach von Versailles“ trug wesentlich zum Aufstieg Hitlers und zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs 1939 bei. Welche Rolle spielte die Religion, als der Krieg in den Köpfen und in der Öffentlichkeit weitertobte?
Das Buch beantwortet diese Frage am Beispiel Münchens: Hochburg des Katholizismus, mit starken evangelischen und jüdischen Minderheiten, und gleichzeitig „Hauptstadt der NS-Bewegung“. Kinder lernten den Krieg schon in der ersten Klasse. Totengedenkfeiern griffen die ehemaligen Kriegsgegner erneut an. Denkmäler und Friedhöfe heroisierten den toten Kämpfer und schrieben sein Vermächtnis. Wahlplakate und Karikaturen schürten die Aggression. Der Pazifismus hatte einen schweren Stand gegen Patriotismus und politische Justiz. Die Presse spiegelte und schürte ‚Volkes Stimme‘.

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Andreas Holzem ist Professor für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte an der Katholisch-Theologischen Fakultät Tübingen.
Antonia Leugers ist promovierte Kirchenhistorikerin. Zuletzt arbeitete sie im Projekt „Katholische Schriftstellerinnen“ an der Universität Erfurt.