Instrumente monarchischer Selbstregierung

Zivil-, Militär- und Marinekabinett in Preußen 1786 bis 1918

Series: 

Volume Editors:
Christina Rathgeber
Search for other papers by Christina Rathgeber in
https://www.schoeningh.de/search?f_0=author&q_0=Christina+Rathgeber
Brill
Google Scholar
PubMed
Close
and
Hartwin Spenkuch
Search for other papers by Hartwin Spenkuch in
https://www.schoeningh.de/search?f_0=author&q_0=Hartwin+Spenkuch
Brill
Google Scholar
PubMed
Close
Zivil- und Militärkabinett, Gründungen des 18. Jahrhunderts, waren Instrumente königlicher Selbstregierung. Die Kabinettschefs, adelige Offiziere und adelige Laufbahnbeamte, bildeten als Vertrauensleute der Monarchen deren Pufferinstanz gegenüber der wachsenden Staatsverwaltung und eigenwilligen Ministern. Kabinettschefs waren bei der Personalauswahl und zuweilen in Entscheidungssituationen bedeutsam. Als mit der Verfassung ab 1848 Parlamente eine Rolle spielten, standen Kabinette in der Kritik, aber Preußens Könige hielten an ihrem monarchischen Regierungsapparat bis 1918 fest. Kabinette funktionierten wie Staatsbehörden und kooperierten mit den Regierungsspitzen, behielten als Büros des Monarchen aber weiter ihren Sonderstatus. Extrakonstitutionell agierte besonders das Militärkabinett, das Wilhelm I. ab 1861 stärkte, um eine vom Parlamentseinfluss freie Kommandozentrale zu besitzen. Analog etablierte Wilhelm II. 1889 das Marinekabinett. Der Band dokumentiert dies in 319 Dokumenten.
Prussia’s civil and military cabinets were instruments of royal self-government. They were headed by confidants of the monarch, who served as buffer against the demands made by governmental administration and parliaments. The cabinets, particularly the military cabinet, were not bound by the constitution. They would retain this special status until 1918. This development is traced in 319 documents.

  *The price does not include shipping fees. We reserve the right to change prices.

Christina Rathgeber und Hartwin Spenkuch sind Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin.
  • Collapse
  • Expand